Einblicke in die Bedeutung des Kreuzes in der Orthodoxen Kirche

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image001(1592)Das Kreuz ist heutzutage das am stärksten verbreitete, bekannteste und präsenteste religiöse Zeichen weltweit. Als solches ist es geprägt von zahlreichen verschiedenen Konnotationen, von denen die meisten von dem ursprünglichen Bedeutungsinhalt abweichen. Während uns dieses Symbol zum einen heutzutage überall begegnet - zweckentfremdet, bei Popstars, Künstlern oder Menschen, die medienwirksam irgendeine Art von Religiosität zur Schau stellen wollen - ist es zum anderen in der Tradition der Orthodoxen Kirche tagtäglich präsent.

Das Kreuzzeichen begleitet uns täglich: vor dem Essen, dem Schlafen, bevor wir Ikonen verehren, auf Reisen gehen oder zum Schutz vor Bösem. Das Kreuz hat in unserem Leben und auch in dem der Kirche einen fest zugeordneten Platz. Einen Platz, auf den stets das Licht der Auferstehung scheint: es ist kein Symbol der Trauer, des Schmerzes, des Todes oder des Verlustes, wie uns die zahlreichen Kreuze auf unseren Friedhöfen als Eindruck vermitteln, sondern es steht stets in jenem Lichte, welches von der Auferstehung herrührt, die jede Trauer, jeden Schmerz und jeden Kummer vertreibt.

Zur Zeit des Wirkens Christi auf dieser Welt war das Kreuz ein Zeichen für den schmachvollsten Tod, den sich die damalige Gesellschaft vorstellen konnte. Als Strafe war sie so entehrend, dass sie bei römischen Bürgern, egal welches Vergehens sie sich schuldig gemacht hatten, nicht angewandt werden durfte. Sie marterte den Körper in unglaublichem Ausmaß, führte in Tagen zu einem grausamen Tod und stellte den Hingerichteten öffentlich bloß, entehrte ihn und seine ganze Familie. Somit wurden auch diese zu Ausgestoßenen der Gesellschaft.[1] Schon das Alte Testament überliefert uns, dass die “Leiche nicht über Nacht an dem Holz bleiben darf [..] denn ein Aufgehängter ist ein Fluch Gottes” (5 Mos 21, 23). Es war das Schicksal Christi, des Menschensohnes, dieses Schicksal mit denen, die die Gesellschaft als die schlimmsten Verbrecher betrachtete, zu teilen. So kam es, dass die ersten Christen, die Urgemeinde und die frühe Kirche, das Kreuz zunächst als dargestellte Kunst vorerst ablehnten, und die gängigen Zeichen wie das Christogramm (XP) oder die eucharistischen Fische bevorzugten. Darüber hinaus fanden sich Gravuren in Rom, die einen gekreuzigten Eselskopf darstellten[2]: sie stellten wohl die Reaktion des damals noch heidnischen Römischen Reiches auf eine Religion dar, in deren Gottesvorstellung dieser von den Menschen ans Kreuz geschlagen wurde. Justin der Märtyrer, ein frühchristlicher Apologet und einer der ersten kirchlichen Schriftsteller, hinterlässt uns einen Einblick in die Reaktion der damaligen Gesellschaft: “beschuldigt man uns der Torheit, indem man sagt, dass wir die zweite Stelle nach dem unwandelbaren und ewigen Gott, dem Weltschöpfer, einem gekreuzigten Menschen zuweisen”[3]. Das Kreuz als ein religiöses Zeichen oder Symbol zu beanspruchen schien schier wahnwitzig. Erst im 4. Jahrhundert, mit dem Auffinden des Kreuzes durch die Mutter des Kaisers Konstantin, Helena, durch die Kreuzesvision ihres Sohnes und die zahlreichen Wunder, die von diesem gewirkt wurden, änderte sich in der Gesellschaft, die zunehmend christianisiert wurde, die Bedeutung des Kreuzes von einer Hinrichtungsmethode hin zu einem Symbol der Hoffnung und des Sieges.[4] So sind in dieser Zeit die Kreuze in den Apsiden der Kirchen mit Perlen und Edelsteinen reich geschmückt, die Darstellung des Gekreuzigten hingegen noch nicht vorhanden. Das Ärgernis über die Kreuzigung schien sich zu lösen.[5] Wie war es möglich, dass dieses Zeichen der Schmach und Schande zu einem Symbol der Hoffnung, des Lebens, des Friedens gar und, das alles überschattend, zu einem Zeichen der Heiligen Auferstehung werden konnte?

Der Heilige Apostel Paulus sagt, dass Christus die Menschen durch das Kreuz mit Gott versöhnte (Eph 2, 16). In seinem Brief an die Kolosser schreibt er, dass Christus den Schuldbrief der Sünden weggetan und ans Kreuz geheftet hätte (Kol 2, 14). Im ersten Brief an die Gemeinde in Korinth schreibt er, dass das “Wort vom Kreuz eine Torheit ist denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gotteskraft” (1 Kor, 1, 18). In der Orthodoxen Tradition wird oft vom “lebensspendenden Kreuz” gesprochen. Das findet sich in den Gottesdiensten wieder: in der Vesper des dritten Sonntags, des Sonntags der Kreuzverehrung, wird das Kreuz als “lebensspendend” (ζωηφόρος) und darüber hinaus auch als “Pforte zum Paradies” (ἡ θύρα τοῦ Παραδείσου) bezeichnet[6].

Tatsächlich ist es so, dass das Kreuz für uns Christen in erster Linie die unendliche Liebe Gottes offenbar gemacht hat.[7] Am Anfang des Johannes-Evangelium sagt uns der Apostel, der auch den Beinamen “Theologe” trägt: “denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaube, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben hat” (Joh 3, 16). Das Kreuz ist, als maßgeblicher Bestandteil der Erniedrigung, die Christus zuteil wurde, untrennbar mit dem kompletten Heilsplan Gottes verbunden. Die einzelnen Etappen des Lebens Christi dürfen aber nicht hervorgehoben oder isoliert voneinander betrachtet werden[8]: sie bedingen einander und sind Resultat der Menschwerdung Gottes an sich, die in sich bereits das Unfassbare - laut Maximus Confessor das “Unbestimmte, das Gegenteil und das Unvermischte”[9] - birgt.

In der Menschwerdung, der “göttlichen Inkarnation”, nahm Gott die ganze menschliche Natur in sich auf, erneuerte sie, bildete sie neu, heiligte und vergottete sie, da sie durch ihn mit der göttlichen Natur in Gemeinschaft gebracht wurde.[10] Nikolaos Kabasilas, der berühmte Theologe aus dem 14. Jahrhundert, schreibt, dass Christus die Stadien der Trennung zwischen Menschen und Gott niederriss, damit die Menschen ihm selbst unbehindert und unmittelbar begegnen können.[11] So nimmt Christus einerseits durch die Menschwerdung die Welt in sich auf und verklärt sie durch seine mit der göttlichen Natur verbundenen menschlichen Natur, und zum anderen befreit er die Menschheit durch den Tod am Kreuze von der Herrschaft der Sünde und des Todes, weil er die Sünden der ganzen Welt auf sich nahm.[12] So schreibt der Apostel Paulus an die Gemeinde in Korinth: “denn da ja durch einen Menschen der Tod kam, so kam auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten” (1 Kor 15, 21). Paulus stellt an mehreren Stellen Adam und Christus gegenüber (vgl. Röm 5, 12-21). Dieses Bild wurde bei den Kirchenvätern laufend aufgegriffen und ausgebaut: so steht schon bei Paulus (Röm 5, 19) der Ungehorsam Adams, der das ganze Menschengeschlecht dem Tod auslieferte, dem Gehorsam Christi gegenüber, der die Menschheit durch den Tod am Kreuz wieder mit Gott versöhnte, da er nicht für seine Sünden, sondern für uns Sünder starb[13] und somit “die Tyrannei des Todes vollständig aus unserer Natur verbannte”.[14]

Die Gründung der Kirche, die notwendig ist für das christliche und sakramentale Leben, ist maßgeblich mit dem Kreuzestod verbunden. Die Seite Christi, die bei seiner Kreuzigung durchstoßen wurde, tränke, laut einem Hymnus der Karwoche, seine Kirche[15]. Aus dieser Seite ging, so der Heilige Johannes Chrysostomos, die Kirche hervor[16]. Sie ist entstanden durch den Opfertod Christi[17] und trägt sein Heilswerk durch die Zeiten. Die Liturgie, als Vergegenwärtigung des ganzen Heilsplanes Gottes, trägt in sich die Realität und die Gegenwart des gekreuzigten und auferstandenen Christus[18]. Wir nehmen damit am Tod Christi in jeder Liturgie teil - aber nicht in einer für die Kirche oder die Eucharistie exklusiv konstituierenden Art und Weise[19]. An der Paradoxie des Kreuzestodes Christi - eine Paradoxie, die der Apostel Paulus andeutet, wenn er von Christus als “Ärgernis für die Juden und den Griechen eine Torheit” (1 Kor 1, 22-23) spricht - mit ganzer Existenz teilzunehmen ist der Wunsch des Christen, da es uns heiligt: sein Schatten gibt uns Schutz und bezieht uns in das Geschehen um das Kreuz mit ein[20]. Die Vernichtung der Sünde durch Christus nimmt dem Kreuz jene furchtbare Bedeutung, von der wir zu Anfang gesprochen haben. So wird das Kreuz, im Licht unseres Glaubens, zu unserem Weg zum Himmel. So wird es offenkundig, warum wir uns im Gottesdienst oder auch außerhalb der Kirche - vor unserem Mahl oder unserer Bettruhe - bekreuzigen, da das Kreuz, zum “Ärgernis” der anderen, für uns ein Symbol der Hoffnung geworden ist und seiner eigentlichen Bestimmung entrissen worden ist.

So auch der Mensch, der durch die Taufe von dem Makel der Erbsünde befreit wird. “Alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft”, schreibt der Apostel Paulus (Röm 6,3). Alles, was lebt, wird im Tode Christi neu geboren, um neuer Mensch zu werden. Durch die Reinigung des Heiligen Geistes wird die sündhafte Natur des Menschen abgetötet[21] (Röm 6, 2) und in den alten Zustand - also in jenen, vor dem Sündenfall - versetzt[22]. So empfängt der Mensch “Wiedergeburt, Erneuerung, Neuschöpfung und Neugründung der Natur und die Neubildung des göttlichen Bildes in sich” und wird “gnadenhalber der Gotteskindschaft gewürdigt”[23].

Darüber hinaus sehen wir in dem Zeichen des Kreuzes aber nicht nur ein Symbol der Erinnerung, sondern wir sehen in ihm - wie auch bei den Ikonen - die Fülle und die Kraft des Urbildes. Wenn wir dem Kreuz begegnen, begegnen wir dem Leiden Jesu. Wenn wir davon sprechen - was heute sogar schon in unsere Umgangssprache Eingang gefunden hat - sein “Kreuz auf sich zu nehmen”, dann bedeutet das nichts anderes, als fähig zu sein, Leiden auf sich zu nehmen. In den synoptischen Evangelien finden wir diese Phrase als überlieferte Worte Christi (Mt 10,38, Mt 16,24, Mk 8,34, Lk 9,23). Das Kreuz auf sich zu nehmen bedeutet die Bejahung des menschlichen Leidens - wie auch Christus das Leid, das zur Realität des Menschseins gehört, bejahte, so haben auch wir die Bereitschaft, dieses zur Auferstehung führende Leiden auf uns zu nehmen. Als Christen müssen wir bereit sein, mit und für die anderen Menschen zu leiden. Das bedeutet nicht nur die Erfüllung der Gebote des Herren, sondern auch die stetige Vergegenwärtigung des Ereignisses der Auferstehung[24].

Liturgisch wird am dritten Sonntag der Fastenzeit, am Sonntag der Kreuzverehrung, das Kreuz in eine zentrale Rolle der Verehrung gerückt. In der Mitte der Fastenzeit gibt es den Gläubigen, auf dem Weg zum großen Fest der Auferstehung, Hoffnung. Im Anschluss an den Morgengottesdienst und der großen Doxologie tragen die Priester in einer feierlichen Prozession das Kreuz durch die Kirche, während der Hymnus des Dreimal-Heilig (Trishagion) gesungen wird. Danach setzen die Chöre mit dem Hymnus “Dein Kreuz, Gebieter, verehren wir, und Deine Heilige Auferstehung besingen und rühmen wir” fort, welcher auch in der Liturgie selbst statt des Hymnus des Dreimal-Heilig (an einigen Hochfesten wird das Trishagion durch einen anderen Hymnus ersetzt) gesungen wird.[25] Die Verknüpfung des Kreuzes mit der Auferstehung wird dem Gläubigen offensichtlich. Es gibt in der Orthodoxen Tradition keine Verehrung des Leidens Christi an sich, isoliert von den anderen Etappen des Heilsplanes, weswegen sie im Westen oftmals den Titel der “Kirche der Auferstehung” bekommen hat[26].

Das Kreuz steht also nicht grundlos im Zentrum der Fastenzeit. Als ein Zeichen des unglaublichen Opfers, das Gott aus Liebe für die Menschheit dargebracht hat - an dem Sonntag der Verehrung des Kreuzes wird dieses präsentiert, so wie Moses die eherne Schlange, zur Heilung der Menschen, aufstellte (Num 21, 4-9) - indem er seinen einziggeborenen Sohn opferte, mahnt uns das Kreuz zur Umkehr und zur Liebe. Zu jener “wahren Liebe”, die Gott uns zeigte und vorlebte. Es steht ganz und gar im Licht der Auferstehung, wie es aus dem Heilsplan Gottes auch nicht herauszulösen ist: indem wir das Kreuz verehren, vergegenwärtigen wir uns das Leid eines wahrhaftig liebenden Vaters und gleichzeitig die Versöhnung mit unserem Schöpfer. Das Überwinden der sündhaften Natur, die neue Geburt in Christi also, steht in der Fastenzeit in einem absoluten Zentrum: die Askese und der Versuch eines immer intensiveren geistlichen Lebens - also das Ausrichten unseres Lebens auf die frohe Botschaft Christi und des Evangeliums - löst uns immer mehr von der Sündhaftigkeit dieser Welt. Das Kreuz verwandelte den Tod in Leben - diesem historischen Ereignis, der leibhaftigen Auferstehung, die die Grundlage des christlichen Glaubens bildet, nähern wir uns etappenweise in der Großen und Heiligen Fastenzeit.

Mit der Hoffnung auf die Auferstehung hat sich für die Christen die Realität dieser Welt grundlegend geändert. Der Tod war seit jeher die größte Angst des Menschen und auch heute noch dominiert die Furcht vor ihm die Geschicke der Menschheit. Durch den Kreuzestod Christi wurde den Menschen diese Angst genommen - mehr noch, für uns bedeutet der physische Tod einen Eintritt in das eigentliche, wahre Leben, dass uns näher zu unserer eigentlichen Bestimmung und zu unserem eigentlichen Sein führt. Denn “in Christus werden alle lebendig gemacht werden” (1 Kor 15,22) - durch den mit dem Kreuz verbundenen Tod hat er den Tod zertreten[27]. Das Kreuz ist unser Banner, dass uns den Weg weist - den Weg zu unserem uns bestimmten Platz, zu unserem Sein, das uns unser liebender Vater vorherbestimmt hat. Der Kreuzestod hat die leibliche Auferstehung als Konsequenz und die Tilgung aller Sünden - wir Christen, die mit der Taufe den Tod Christi annehmen, wissen, dass alles, was neu geboren werden möchte, zuerst sterben muss. So steht in der Mitte der Fastenzeit, am dritten Fastensonntag, das Kreuz in der Mitte der Gläubigen, als ein Zeichen der Hoffnung, der Buße und der Wiedergutmachung. Wir möchten teilhaben an diesem Kreuz - an diesem Sieg über die Katastrophe der Menschheit, nämlich über die Sünde.

Autor: Konstantin Mallat


[1] Alexander Men, Der Menschensohn, Freiburg 2006, S. 265.

[2] Michael Wolter, Theologie und Ethos im frühen Christentum, Tübingen 2009, S. 197.

[3] Justin der Märtyrer, Apologia I Pro Christianis: BKV I 12, 77f.

[4] Adolf Adam, Rupert Berger, Pastoralliturgisches Handlexikon, Freiburg u.a., 1980, S. 285.

[5] Günter Lanczkowski, u.a., Kreuz, Artikel in: Horst Robert Balz, u.a. (Hgg.), Theologische Realenzyklopädie, Bd. 19, Berlin, New York 1990, S. 712-779.

[6] Vgl.: Apostoliki Diakonia der Kirche Griechenlands (Hg.), Τριῴδιον κατανυκτικόν, Athen 1994, S. 234.

[7] Prof. Johannes Karmiris, Abriss der dogmatischen Lehre der Orthodoxen Katholischen Kirche, in: Prof. Panagiotis Bratsiotis (Hg.), Die Orthodoxe Kirche in griechischer Sicht, 1. Teil, Stuttgart 1959, S. 71.

[8] Prof. Johannes Karmiris, a.a.O., S. 62f.: “Er erlöste das Menschengeschlecht durch die Annahme und Vergottung der menschlichen Natur, durch seine göttliche Lehre und sein unnachahmbares Beispiel und vor allem durch seinen Kreuzestod und durch seine Auferstehung, das heißt durch sein ganzes Erscheinen auf Erden und sein rettendes Wirken”, “Dem orthodoxen Glauben nach beginnt also das Heil mit der Inkarnation unseres Erlösers [..]”.

[9] Maximus Confessor, Ad Cydoniae episcopum: PG 91, 604 B: “Καὶ θαυμάσας πῶς ὁ ὅρος τῇ ἀοριστίᾳ, τἀναντία καὶ άμιγῆ, περὶ αὐτὸν συναφθέντα, δι’ἀλλήλων ἔσχε τὴν δήλωσιν” (“und staunen wie das Endliche durch das Unbestimmte, das Gegenteil und das Unvermischte in ihm zusammenkommen und sich gegenseitig manifestiert”).

[10] Prof. Johannes Karmiris, a.a.O., S. 64f.

[11] Nicolai Cabasilae, De Vita in Christo: PG 150, 572 C: “καθαρῶς τυχεῖν καὶ ἀμέσως αὐτῷ συνελθεῖν ἐποίησεν ὁ Σωτήρ”, “der Retter bewirkte es, ihn rein zu treffen und mit ihm unmittelbar zusamenzukommen”.

[12] Georgios Metallinos, Leben im Leibe Christi, Athen 1990, S. 122.

[13] Prof. Johannes Karmiris, a.a.O., S. 71: “Die Rettung [..] bewirkte der Erretter im wesentlichen durch sein Opfer am Kreuz, welches das wahre Versöhnungsopfer war”. Vgl. S. 69, wo darüber hinaus ausgeführt wird, dass es sich bei dem Versöhnungsopfer nicht nur um eine “Aufhebung der Sünde”, sondern viel mehr um eine “Rekapitulation der menschlichen Natur [..] gleichsam durch ihre Neuschöpfung, Unsterblichmachung und Vergottung [..] und Wiederherstellung der Menschheit in dem mystischen Leibe Christi” handle.

[14] Nicolai Cabasilae, De Vita in Christo: PG 150, 572 D: “τὴν τοῦ θανάτου τυραννίδα, παντάπασι τῆς φύσεως ἐξέβαλεν ἀναστάς” (“indem er durch die Auferstehung die Tyrannei des Todes aus unserer ganzen Natur entfernte”)

[15] “Ἡ ζωηφόρος σου πλευρά, ὡς ἐξ Ἐδέμ πηγή ἀναβλύζουσα, τήν Ἐκκλησίαν σου, Χριστέ, ὡς λογικόν ποτίζει παράδεισον, ἐντεῦθεν μερίζουσα, ὡς εἰς ἀρχάς, εἰς τέσσαρα Εὐαγγέλια, τόν κόσμον ἀρδεύουσα, τήν κτίσιν εὐφραίνουσα καί τά ἔθνη πιστῶς διδάσκουσα προσκυνεῖν τήν βασιλείαν σου”: “Deine lebensspendende Seite, aufquellend wie der Born aus Eden, tränkt Deine Kirche, o Christus, wie ein geistiges Paradies und ergießt sich von hier wie seit Anbeginn, in vier Evangelien die Völker belehrend, Deinem Reiche sich zu beugen”.

[16] Johannes Chrysostomus, Laus Maximi et Quales Ducendae Uxores: PG 51, 229 A: “Καθάπερ γὰρ ἡ Εὓα ἀπὸ τῆς πλευρᾶς τοῦ Ἀδὰμ γέγονεν, οὔτω καὶ ἡμεῖς ἐκ τῆς πλευρᾶς τοῦ Χριστοῦ”, “Wie nämlich Eva aus der Seite Adams hervorging, so auch wir aus der Seite Christi”, und kurz darauf: “ὅτι δὲ καὶ ἡ Ἐκκλησία ἀπὸ τῆς πλευρᾶς τοῦ Χριστοῦ συνέστη”, “dass die Kirche nämlich aus der Seite Christi heraus entsteht”.

[17] Vgl. Apg 20, 28.

[18] Prof. Panagiotis Trembelas, Der Orthodoxe Christliche Gottesdienst, in: Prof. Panagiotis Bratsiotis (Hg.), Die Orthodoxe Kirche in griechischer Sicht, 1. Teil, Stuttgart 1959, S. 162.

[19] Vgl. Metropolit Johannes (Zizioulas) von Pergamon, Lectures in Christian Dogmatics, New York 2010, S. 134: Metropolit Johannes (Zizioulas) weist auf die Tendenz hin, dass das Ereignis des gekreuzigten Sohnes, des Kreuzes selbst und sein Leiden in das ewige Leben auf den dreieinen Gott übertragen wird - somit werden die Sakramente (und vor allem die Eucharistie) als die ständige Anwesenheit des Todes Christi verstanden. Aber die Eucharistie bringt uns nicht nach Golgotha, um uns dort zurückzulassen, sondern um uns in und durch dieses Ereignis hindurch zu der Gemeinschaft der Heiligen und in die Glorie des Reiches Gottes zu führen.

[20] Georgios Metallinos, a.a.O., S. 133.

[21] Metropolit Hilarion (Alfejev) von Wolokalamsk, Geheimnis des Glaubens, Freiburg 2003, S. 156.

[22] Kyrill von Alexandrien, In Joannis Evangelium: PG 73, 753 C: “Ἀλλ’ἐπείπερ ἄνθρωπος γεγονὼς, ὅλην εἶχεν ἐν ἑαυτῷ τὴν φύσιν, ἵνα πᾶσαν ἐπανορθώσῃ μετασκευάσας εἰς τὸ ἀρχαῖον”, “Aber nachdem er Mensch geworden war, hatte er in sich die ganze Natur, um sie, durch ihre die Umbildung zum alten Zustand, wiederherzustellen”.

[23] Prof. Johannes Karmiris, a.a.O., S. 104: “Durch dieses Sakrament werden die gläubigen Menschen von der Erbsünde und von allen willentlich begangenen Sünden rein [..]”.

[24] Georgios Metallinos, a.a.O., S. 137.

[25] Das Typikon (der griechisch-orthodoxen Kirche) des Sonntags der Kreuzverehrung kann online nachgeschlagen werden: http://analogion.gr/glt/texts/Tri/cross.uni.htm (Stand: 25. März 2014)

[26] Georg Galitis (u.a.), Glauben aus dem Herzen, München 1994, S. 116.

[27] Vgl. das Ostertroparion der Orthodoxen Kirche: “durch den Tod hat er den Tod zertreten”.

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