Bischöfliche Konzelebration und Pastoralvortrag „Welche Familie wollen wir heute?“

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Am Sonntag, 26. November 2017, wurde der Metropolis die besondere Gnade zuteil, die Göttliche Liturgie in Konzelebration dreier Bischöfe zu erleben. Als Hauptzelebrant feierte Metropolit Pavlos von Sisanio und Siatisti und Exarch von Makedonien gemeinsam mit Metropolit Chrysostomos von Kyreneia und Exarch von Lapithos und Karavas von der Autokephalen Kirche von Zypern die Liturgie gemeinsam mit dem Ortsordinarius Metropolit Arsenios von Austria und Exarch von Ungarn und Mitteleuropa sowie dem Bischofsvikar und Erzpriester des Ökumenischen Thrones P. Ioannis Nikolitsis, dem Erzpriester P. Alexander Lapin und dem Priester P. Nikolaus Rappert und vielen Gläubigen die Göttliche Liturgie.

Im Anschluss hielt Metropolit Pavlos einen Vortrag zum Thema „Welche Familie wollen wir heute?“ Familie im christlichen Sinn bedeute, auf dem Fundament der Liebe zu stehen. Und Liebe sei gekennzeichnet durch gegenseitigen Respekt und Wertschätzung. Fehlen diese Werte, könne sich die Liebe nicht entfalten und würde eine Beziehung nicht über ein letztlich ich-bezogenes „Du gefällst mir“ nicht hinauskommen. Der Egoismus sei nicht selten dafür verantwortlich, dass Beziehungen scheitern. Im christlichen Verständnis entspringe die Familie dem Mysterium der Ehe. Der Metropolit erläuterte zwei Charakteristika, die bei der Feier des Mysteriums die Basis für eine christliche Paarbeziehung vorgeben:

Die Ordnung des Sakraments wird nach der Verlobungsfeier und dem Psalmgebet eröffnet mit den Worten „Gepriesen sei das Reich des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes…“ – diese Worte, so der Metropolit, würden die Zielrichtung der christlichen Ehe vorgeben: den gemeinsamen Weg auf Erden so zu gestalten, dass beide einst ins Himmelreich gelangen. Die Ehe habe also einen eschatologischen Horizont. Innerhalb dieses Horizontes sei die Ehe ein Geschenk Gottes: Gott schenke dem Mann die Frau – als Krone seines Lebens; und der Frau den Mann – als Krone ihres Lebens; zur Freude aneinander. Dies drücke die Kirche im Ritus der Krönung aus.

Leider gäbe es heute viele Beziehungen, wo die Ehepartner einander nicht zur Freude werden, sondern zur Hölle. Weil die Fundamente der Liebe - der gegenseitige Respekt und die Wertschätzung füreinander - fehlten, die sich ohne Demut auch nicht entwickeln könnten. Ohne Demut und Opferbereitschaft würde auch die Kindererziehung leiden. Denn selbstverständlich gehöre zum Großziehen von Kindern Opferbereitschaft. Heute würden oft umgekehrt die „Kinder geopfert“, um der Selbstverwirklichung willen. Kinder aus solchen Beziehungen hätten es in Folge schwer, sich als Erwachsene selbst anders zu verhalten. Viele Probleme von Verhaltensauffälligkeiten würden daher rühren, so der Metropolit, dass die familiären Verhältnisse nicht von Liebe, Respekt und Wertschätzung geprägt seien.

Ein anderes wichtiges Themenfeld des Familienlebens sei die alltägliche religiöse Praxis: Die Kinder mit Jesus Christus bekannt zu machen, mit ihnen gemeinsam zu beten, die Gottesdienste und die Liturgie zu besuchen, sie auf den Empfang der Kommunion vorzubereiten, sei mindestens genauso wichtig, wie sich ums leibliche Wohl der Kinder zu kümmern. Wie oft würden Eltern heute nur noch das äußerliche Wohl im Auge haben, das seelische Wohl aber übersehen. Der Mangel an seelischer Entwicklung berge die Gefahr, Menschen ohne Anstand hervorzubringen. Die vielfältigen Krisen – nicht zuletzt in Griechenland – seien nicht aufgrund mangelnden Wissens entstanden, sondern aufgrund mangelnden Anstands. So würden letztlich ganze Völker ins Unglück gestürzt werden, wenn der Anstand fehle.

Schließlich ermunterte Metropolit Pavlos, bei der Kindererziehung stets darauf zu achten, dass die Kinder lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Überfürsorgliche Eltern würden oft das Beste wollen, aber nicht selten das Gegenteil erreichen, da sich Kinder so nicht zu reifen, verantwortungsvollen Erwachsenen entwickeln können.

Der Metropolit betonte zusammenfassend, dass sich das klassische Familienbild, das die Kirche zu bewahren versucht, über Jahrhunderte bewährt habe und den gesellschaftlichen Zusammenhalt garantiere. Kurzsichtige Experimente rund um diese Institution könnten langfristig viel Schaden anrichten.

Der simultan ins Deutsche übersetzte Vortrag fand viel Interesse und führte zu einer angeregten Diskussion.

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