Erzbischöfliche Göttliche Liturgie, Große Wasserweihe und Anschnitt der Vasilopita in der Kirchengemeinde zum Heiligen Johannes dem Täufer in Innsbruck
Am Samstag, den 10. Januar 2026, an dem unsere Heilige Kirche das Gedenken an unseren Heiligen Vater Gregor, Bischof von Nyssa, begeht, begab sich Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria nach Innsbruck und stand in der Siebererkapelle der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie vor, die in der Kirchengemeinde zum Heiligen und Ruhmreichen Propheten, Vorläufer und Täufer Johannes zelebriert wurde. Seine Eminenz wurde liturgisch begleitet vom Priester der Gemeinde, dem Oikonomos Stavrophoros Nebojsa Grdinic, sowie den Diakonen Markus Peter und Cedomir Mijic.
In seiner Predigt sprach Seine Eminenz über die Bedeutung des Festes der Theophanie und die lichtreiche Zeit, die wir durchschreiten. Er betonte, dass in dieser Zeit die Offenbarung des Mysteriums der Existenz Gottes stattfindet, durch den Eintritt des Ungeschaffenen in die geschaffene Wirklichkeit und die Erscheinung der Heiligen Dreifaltigkeit in der Welt. Er unterstrich, dass Gott nicht außerhalb der Geschichte bleibt, sondern in sie eintritt; Er beobachtet sie nicht aus der Ferne, sondern berührt sie, und Er rettet die Welt nicht theoretisch, sondern leibhaftig, indem Er Mensch wird. Zudem wies er darauf hin, dass die Kirche die Natur nicht als Beute betrachtet, sondern als Segen und Geschenk Gottes, das Er dem Menschen anvertraut hat, nicht um es zu plündern, sondern um ihm zu dienen. Er warnte davor, dass die Welt von Zerstörung bedroht sei, wenn der Mensch diese Perspektive verlässt. Die Orthodoxie, so merkte er an, schlägt keine bloße Rückkehr zur Natur vor, sondern eine Rückkehr zu Gott, und durch diese Bewegung der Umkehr wird die Natur geheilt. Fasten, Genügsamkeit und Enthaltsamkeit seien kein Moralismus, sondern eine Daseinsweise, die einzige Daseinsweise des Menschen in der Welt, ohne sie zu zerstören. Er schloss mit den Worten, dass das Heil, das Christus bringt, keine Flucht aus der Geschichte ist, sondern deren Verwandlung, da sich an Theophanie der Himmel öffnet, damit Gott herabsteigt und die Welt erneuert wird, und rief dazu auf, den Dreieinigen Gott für Seine Liebe und das Heil zu preisen, das Er der Welt zeigt.
Nach dem Ende der Göttlichen Liturgie wurde die Große Wasserweihe zelebriert, gefolgt von einem Treffen im Gemeindezentrum, wo Seine Eminenz die Vasilopita segnete und Wünsche mit den Gläubigen austauschte. Das Fest klang mit einem festlichen Mahl aus, an dem Seine Eminenz und alle Gläubigen in einer Atmosphäre der Freude und Einheit teilnahmen.