Erzbischöfliche Göttliche Liturgie im Kloster Maria Schutz und des Hl. Paisios aus dem Berg Athos und Wasserweihe am Zicksee

Am Samstag, den 24. Januar 2026, an dem unsere Kirche das Gedächtnis der Heiligen Xenia und ihrer Dienerinnen begeht, stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria der Hierarchischen Göttlichen Liturgie im Kloster Maria Schutz der Gottesgebärerin und des Heiligen Paisios vom Athos in St. Andrä am Zicksee vor. Mit ihm konzelebrierte Seine Exzellenz Bischof Maximos von Aristi. Im liturgischen Dienst stand den Hierarchen der Priester des Klosters, Hieriomonch Andreas Bolla, zur Seite. Nach der Göttlichen Liturgie begaben sie sich gemeinsam mit einer Vielzahl von Pilgern zum nahegelegenen Zicksee, wo Seine Eminenz die Wasserweihe und das Werfen des Kreuzes gemäß der Tradition vollzog. Bei der Zeremonie war auch der römisch-katholische Bischof von Eisenstadt, S.E. Ägidius Zsifkovics, anwesend. Es folgte eine Begegnung mit den Pilgern, wobei Seine Eminenz verblieb und der Bruderschaft die Gelegenheit gab, Gedanken und Überlegungen mit ihm zu teilen.

In seiner Predigt sprach Seine Eminenz über die Symbolik der Wasserweihe. Er führte an, dass „das Wasser nicht nur ein Symbol ist, sondern wirkliche Schöpfung, ein materielles Element, das zum Träger der Heiligung wird. Dies bedeutet, dass die Errettung nicht nur die Seelen betrifft, sondern das gesamte Universum.“ In diesem Zusammenhang erklärte er, dass Ökologie aus orthodoxer Sicht keine Ideologie ist, sondern eine Frucht der Theologie der Menschwerdung. Wenn der Mensch sich von Gott entfremdet, zerreißt er seine Beziehung zur Natur. Dann wird die Schöpfung zum Objekt der Ausbeutung. Wenn der Mensch jedoch zu Gott zurückkehrt, findet er seinen richtigen Platz in der Welt wieder. Nicht als Tyrann, sondern als Priester der Schöpfung. An Theophanie offenbart sich ein anderes Ethos: Das Ethos der Danksagung und der Verklärung. Die Wasserweihe ist ein prophetischer Akt. Sie zeigt uns, was die wahre Bestimmung der Natur ist: nicht die Zerstörung, sondern die Vergöttlichung (Theosis). Die Schöpfung ist dazu bestimmt, eine „neue Schöpfung“ zu werden, an der Herrlichkeit Gottes teilzuhaben, wie der Apostel Paulus sagt. Die Schöpfung seufzt und liegt in Wehen und erwartet die Wiederherstellung des Menschen. Die ökologische Verantwortung des Christen ist somit nicht bloß eine moralische Pflicht, sondern eine liturgische Lebenshaltung.

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