Fest der Gemeinde der Heiligen Kosmas und Damian in Graz
Am Sonntag, 1. November, wurde in der Gemeinde der Heiligen Kosmas und Damian in Graz feierlich das Fest ihrer Namenspatrone begangen. Metropolit Arsenios feierte die Göttliche Liturgie gemeinsam mit Erzdiakon Athanasius und zahlreichen Gläubigen, die zu diesem großen Fest gekommen waren. In seiner Predigt sprach der Metropolit über das Evangelium des reichen Mannes und des armen Lazarus. Er erläuterte, dass der reiche Mann, als er gestorben war „in der Erde begraben“ wurde, wie es im Evangelium heißt. So wie er sich sein ganzes Leben um das Irdische, die Erde betreffende, gesorgt hatte, so wurde er am Ende seines Lebens mit dieser Erde bedeckt. Der arme Lazarus aber wurde in den Schoß Abrahams aufgenommen.
Der Reiche hatte sich nicht um seine Mitmenschen gekümmert, er hatte Lazarus, der vor seiner Tür lag, nicht einmal wahrgenommen. Und auch um Gott, um das Himmlische, um das Leben nach dem Tod und alles „Überirdische“ hatte er sich keine Sorgen gemacht. Als er aber gestorben war und die Ablenkungen des Lebens verschwanden, wurde sich seine Seele bewusst, dass sie alleine war. So erlitt sie große Qualen, getrennt durch einen tiefen Graben von Abraham und Lazarus, aber auch von allen anderen Menschen. Die Einsamkeit der Seele, getrennt von Gott und von ihren Mitmenschen, ist die größte Qual, die sie erleiden kann.“