Erzbischöfliche Göttliche Liturgie in der ukrainischsprachigen Kirchengemeinde des Heiligen Volodymer und der Heiligen Olga in Wien und Ernennung des neuen Bischofsvikars.
Am Sonntag, den 14. Dezember, stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria, Exarch von Ungarn und Mitteleuropa, der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie in der ukrainischsprachigen Kirchengemeinde des Heiligen Wladimir und der Heiligen Olga in Wien vor. Mit Seiner Eminenz konzelebrierten Seine Exzellenz Bischof Maximos von Aristi, der Gemeindevorsteher Oikonomos Nikolaj Lesjuk, die Priester Jurij Strugov, Kornilij Khrushsch, Nikita Magalas und Diakon Johannes Chornoknysch, in Anwesenheit zahlreicher Gläubiger. Vor seiner Entlassung ernannte Seine Eminenz P. Yuri zum Protopresbyter und bestellte ihn zum Bischofsvikar für die ukrainischsprachigen Gemeinden. Am Ende der Göttlichen Liturgie segnete Seine Eminenz die Diakone des Heiligen für den kirchlichen Dienst. Anschließend fand ein festliches Weihnachtskonzert statt.
In seiner Predigt sprach Seine Eminenz über die evangelische Perikope vom Großen Gastmahl und betonte, dass diese uns das Zentrum der christlichen Ontologie offenbart: Das Reich Gottes ist kein Ort, keine Belohnung und kein metaphysischer Zustand, sondern ein Mahl, das heißt ein Ereignis der Beziehung, der Koexistenz und des gemeinsamen Lebens. Gott ruft uns zur Gemeinschaft der Personen. Die Tragik, so merkte er an, liegt nicht in der Ablehnung, sondern in deren Rechtfertigung. Die Eingeladenen lehnen nicht einfach ab, sondern bringen logische Argumente vor und ersetzen die Beziehung durch das Nützliche. Die Annahme der Einladung erfordert das Aufgeben der Selbstgenügsamkeit und den Glauben als Ersetzung des „Ich“ durch das „Wir“ des Reiches Gottes. Das Mahl ist eucharistisch und eschatologisch, und Christus ruft uns alle an den Tisch des Glaubens und bittet uns, uns auf die Begegnung mit Gott vorzubereiten, der kommt, um Mensch zu werden.
Vor der Entlassung betete Seine Eminenz für die Einstellung der Kampfhandlungen und das Herrschen des Friedens in der Ukraine und drückte seine Unterstützung für die Familien und Angehörigen der Opfer des ungerechten Krieges aus. Im Anschluss nahm er die Erhebung von Vater Yuri Strugov, der vor zehn Jahren mit seinem Segen den Aufbau der ersten ukrainischsprachigen Gemeinde in Wien begann, zum Erzpriester vor und ernannte ihn zum Bischofsvikar der ukrainischsprachigen Gemeinden der Metropolis, um Bischof Maximos bei seinem Werk zu unterstützen. Am Ende der Göttlichen Liturgie weihte Seine Eminenz Hypodiakone für den Dienst im Altar. Es folgten ein festlicher Empfang und ein Weihnachtskonzert mit aktuellen Hymnen in den Räumlichkeiten der Gemeinde.
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