Metropolit Arsenios: Frieden entsteht durch die Verwandlung der Herzen
Wahre Christinnen und Christen erkennt man daran, dass sie sich für den Frieden einsetzen. Das betont Metropolit Arsenios in seiner diesjährigen Osterbotschaft. Der auferstandene Herr Jesus Christus sei der "Fürst des Friedens", so der Metropolit und weiter: "Diejenigen, die den Krieg lieben und herbeiwünschen, können nicht in Beziehung zu Christus stehen". Friede entstehe nicht durch die Ausübung von Macht, sondern aus der Verwandlung des Herzens: "Wenn der Mensch mit österlicher Gesinnung lernt, im Antlitz des anderen einen Bruder zu erkennen, wird Versöhnung möglich und das Leben gelingt." Zu Ostern werde deutlich, "dass der eigentliche Sinn und das Ziel des Menschen darin besteht, in der Gemeinschaft der Liebe mit seinem Schöpfer, mit seinen Mitmenschen und mit der gesamten Schöpfung zu existieren", schreibt der Metropolit: "Wenn sich die Existenz der Liebe öffnet - Gott selbst, entdeckt sie ihren wahren Horizont. Wenn sie sich jedoch in sich selbst verschließt, schrumpft sie zusammen und gerät in Angst."
Das egozentrische Haften der Menschen an ihrem eigenen Willen verursache immer tiefe Wunden. Kriege, Konflikte und Unsicherheit würden die Geschichte verdunkeln. Menschen würden ihre Heimat verlieren, die Sicherheit ihres Lebens und die Hoffnung auf die Zukunft. Die Auferstehung Christi aber führe weg von Gewalt und Zwietracht. Die Christen hätten die Verantwortung, "die Wahrheit der Liebe zu bewahren und sowohl mit Worten als auch mit Taten allen unseren Brüdern und Schwestern beizustehen, die unter den Schmerzen des Krieges, unter Verlust und Entwurzelung leiden".
Und der Metropolit fügt den Aufruf hinzu: "Lasst uns daher das Geheimnis der Auferstehung als eine Existenzweise annehmen, als eine Einladung, mit Glauben, Liebe und Frieden zu leben."
Wortlaut der Osterbotschaft des Metropoliten Arsenios von Austria 2026
