Einweihung der der Heiligen Drei Hierarchen in Budapest und hierarchische Göttliche Liturgie mit drei Bischöfen
Am Donnerstag, dem 20. August 2026 – dem Tag, an dem die Kirche das Gedächtnis der Erleuchter der Ungarn, des Bischofs Hierotheos und des Königs Stephan, begeht und der zugleich der Nationalfeiertag Ungarns ist –, vollzog Seine Eminenz, der Metropolit von Austria und Exarch von Ungarn, mit dem Segen und auf Geheiß Seiner Allheiligkeit, unseres Ökumenischen Patriarchen, die Einweihung der Kirche der Heiligen Drei Hierarchen – Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomus – im Orthodoxen Christlichen Dialogzentrum „Fanarion" des Ökumenischen Patriarchats in Budapest, das zum Sitz des Exarchats von Ungarn in Budapest werden wird. Mit Seiner Eminenz konzelebrierten Ihre Exzellenzen, die Bischöfe Paisios von Apameia und Maximos von Aristi, während Kleriker des Exarchats von Ungarn und der Metropolis von Austria assistierten.
In seiner Predigt sprach Seine Eminenz über die Bedeutung der Einweihungsfeier, die – über den Abschluss eines Bauwerks hinaus – die Übergabe eines Ortes an die Gnade Gottes darstellt, und wies darauf hin, dass diese Steine der Kirche zu Zeugen des Gebets werden, dass die Wände das Flüstern der Reue, das Flehen des Leidenden, die Freude des Kindes, den Dank des Gläubigen und das Schweigen dessen, der keine Worte mehr zum Beten findet, aufnehmen werden. In dieser Kirche werde das Evangelium verkündet und die Heilige Eucharistie gefeiert; hier werde die Zeit der Ewigkeit begegnen. Im weiteren Verlauf sprach er über die Drei Hierarchen unserer Kirche, in deren Personen unsere Kirche eine leuchtende Versöhnung von Glaube und Vernunft, von Theologie und Bildung, von Wahrheit und Liebe erblickt. Die Heiligen hätten bewiesen, dass die Wahrheit das Denken nicht fürchtet, da die Theologie mithilfe der göttlichen Offenbarung die Vollendung der Philosophie darstellt. Er sprach zudem über die Verbindung des Ökumenischen Patriarchats mit Ungarn und betonte, dass das Ökumenische Patriarchat als Mutterkirche vieler Völker und Orte seit Jahrhunderten einer Orthodoxie dient, die den Glauben bezeugt, ohne sich zu verschanzen oder zu isolieren, und die die Begegnung sucht, welche sich in Gemeinschaft verwandelt. Seine Eminenz führte aus, dass die Einweihung mit dem heutigen Tag nicht ende, sondern beginne. Diese Kirche werde sich jedes Mal aufs Neue einweihen, wenn ein Mensch zerschlagenen Herzens hier eintrete und mit Hoffnung wieder hinausgehe, jedes Mal, wenn ein Kind seine erste Kerze entzünde, jedes Mal, wenn der Fremde Gastfreundschaft finde – der Leidende Trost, der Junge Orientierung, der Verzweifelte ein Wort des Lebens –, und vor allem jedes Mal, wenn sich um den Heiligen Altar das Volk Gottes versammle und viele zu einem Leib in Christus würden. Anschließend dankte er dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios, der von der ersten Stunde an die Errichtung des Orthodoxen Christlichen Dialogzentrums im Herzen Budapests gesegnet, mit Zuneigung umgeben und von ganzem Herzen umarmt habe, darin eine wertvolle Möglichkeit des Zeugnisses, der Begegnung und des Dienstes der Kirche in der Welt erkennend. Er dankte ebenso dem ungarischen Volk für seine Unterstützung sowie der ungarischen Regierung für die rechtliche und institutionelle Unterstützung und Finanzierung des Werkes. Seine Eminenz sprach darüber hinaus allen, die zur Verwirklichung dieses Werkes beigetragen haben, seinen Dank aus, mit dem Wunsch, dass der Segen das gesamte ungarische Volk und die Gläubigen des Exarchats von Ungarn stütze und dass diese Kirche ein Ort der Begegnung von Himmel und Erde werde.
Nach Abschluss des Gottesdienstes fand ein Treffen statt, bei dem Gelegenheit zum Gespräch mit den Bischöfen und des Dialogs miteinander bestand.
Fotos: Andras D. Hajdu (in der Diashow oberhalb vom Beitrag)
