Siebtes Panorthodoxes Jugendtreffen

Am Samstag den 7. Oktober 2018 fand im Bildungszentrum „Mater Salvatoris in Wien das siebte Panorthodoxe Jugendtreffen zum Thema „Einheit und Vielfalt in der Orthodoxie“ statt. Wie in den vergangenen Jahren kamen auch dieses Jahr wieder viele interessierte Kinder, Jugendlich und junge Erwachsene zusammen, um gemeinsam zu beten, sich mit geistigen Themen auseinanderzusetzen, sich besser kennen zu lernen, zu feiern, zu essen und zu tanzen und so einen schönen Tag miteinander zu verbringen.


2970323487.jpgDer Tag begann wie jedes Jahr mit der Feier der Göttlichen Liturgie in der Kirche des Bildungszentrums. Unter dem Vorsitz von Metropolit Arsenios konzelebrierten insgesamt 10 Priester und 2 Diakone aus verschiedenen orthodoxen Jurisdiktionen in der gut gefüllten Kirche. Die Liturgie wurde in diesem Jahr vom Chor der rumänischen Gemeinde unter der Leitung von Georgel Popa gesanglich begleitet.

 

In seiner Predigt betonte Metropolit Arsenios, dass die Christen die „Nachahmer der göttlichen Liebe“ sein sollten: „Denn Liebe bedeutet Einheit, wie wir schon am Beispiel der Heiligsten Dreifaltigkeit sehen. Gott ist die vollkommene Liebe und dementsprechend auch die vollkommene Einheit. Die Welt erkennt uns als Christen, wenn wir in Einheit mit Gott und unseren Mitmenschen sind, wenn wir authentisch Liebe und Einheit leben.“
Doch man dürfe die Einheit nicht mit Einheitlichkeit oder Gleichheit verwechseln: „Einheit ist nicht Gleichheit! Als Christen sind wir nicht gleich – schaut euch um, keiner von euch ist wie der andere, und trotzdem hat Gott alles „sehr gut“ erschaffen (Gen 1).“ Zu fordern, dass alle Menschen gleich sein sollen, sei keine Liebe, sondern ihr Gegenteil, so der Metropolit. „Diese Art der „Liebe“ sei egozentrisch und unmenschlich, denn sie sage: „Ihr sollt alle gleich sein wie ich, damit ich euch lieben kann.“

Die echte und christliche Liebe respektiere gerade die Verschiedenheit. Sie versuche nicht, alles gleich zu machen, sondern betone die Vielfalt: „Es ist kein Widerspruch, wenn die eine Kirche aus vielen unterschiedlichen Menschen aus verschiedenen Nationen und Gesellschaften mit verschiedenen Sprachen und Kulturen besteht. Das alles sind äußerliche Faktoren und Umstände, die auch sehr gut sind, aber nur solange sie von der göttlichen Liebe getragen werden. Diese göttliche Liebe sagt uns, dass es gut ist, dass nicht alle gleich sind. Sie ist die Anerkennung der Verschiedenheit der Menschen. Wenn aber diese äußeren Unterschiede dominant und zum entscheidenden Kriterium erhoben werden und die Welt glaubt, dass diese Äußerlichkeiten die Kirche ausmachen, dann herrscht hier nicht mehr die Liebe Chrisit. In der Kirche Christi gibt es keinen Nationalismus und keinen Ethnophyletismus, sondern nur die Einheit in Christus, in der alle ihre Mitglieder in Liebe verbunden sind.“

Metropolit Arsenios schloss mit dem Wunsch und Gebet, dass wir als Orthodoxe Kirche in Einheit wirken und als Orthodoxe Christen in Einheit leben und dass wir uns alle gemeinsam auf das Wesentliche konzentrieren mögen, nämlich auf die Begegnung und das Leben mit Christus. Die Kirche enthalte viele Nationen, aber sie stehe außerhalb und über den Nationen, um die Gläubigen in ihre gemeinsame Heimat zu führen, in das Reich Gottes.

Am Ende der Liturgie dankte der Metropolit den Nonnen von der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser, sowie der Direktion des Bildungszentrums Mater Salvatoris für ihre erneute Gastfreundschaft und lud alle Anwesenden zum gemeinsamen Mittagessen in den Speisesaal des Bildungszentrums ein.

Bei Schnitzel mit Pommes und dem anschließenden Kuchen bot sich bereits eine erste Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Nach dem Essen wurden die Teilnehmer in 4 Gruppen geteilt und besuchten reihum 4 Workshops, in denen sie sich mit verschiedenen Teilaspekten des Themas „Einheit und Vielfalt in der Orthodoxie“ näher auseinander setzten. Die Workshops hatten die Themen:

  • - Architektur und Kunst der orthodoxen Kirche (Erzpriester Alexander Lapin)
    - Heilige aus den verschiedenen Nationen (Priester Athanasius Buk)
    - Orthodoxe Musik (Angelos Fotiadis)
  • - Liturgische Glaubenspraxis (Archimandrit Paisios, Priester Arsenios)

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Im Anschluss daran versammelten sich alle Teilnehmer in einem großen Saal der Schule, wo der offizielle Teil der Veranstaltung mit einem kurzen serbischen Konzert abgeschlossen wurde. Metropolit Arsenios drückte seine Freude über den gelungenen Tag aus und dankte allen Helfern und insbesondere dem Organisationsteam unter der Leitung von Erzpriester Emanuel Nutu, welches wieder einmal hervorragende Arbeit geleistet habe.

Der Tag klang aus mit gemeinsamen Singen und Tanzen, bei dem sich besonders die antiochenische Jugend hervortat und Speis und Trank des reichhaltigen Büffets der serbischen Kirche. Auch die sehr beliebten Hinterglasikonen konnten dieses Jahr wieder gemalt und sogar vergoldet werden, Armbänder wurden geknüpft und vielerlei Dinge gebastelt. Es gab zahlreiche Möglichkeiten zu zwanglosen Gesprächen mit den anwesenden Klerikern, sowie mit Jugendlichen aus anderen Gemeinden, so dass die Einheit in der Vielfalt, über die bereits viel gesprochen wurde, in der Praxis deutlich gesehen und erlebt werden konnte.

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