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Am Sonntag, dem 6. September 2026, wurde in der neu errichteten Kirche der Heiligen Drei Hierarchen in Budapest die Erzbischöfliche Göttliche Liturgie gefeiert. Den Vorsitz führte der hochwürdigste Metropolit Emmanuel von Chalkedon. Seine Allheiligkeit der Ökumenische Patriarch Bartholomaios sowie die anwesenden Hierarchen standen im Altarraum und nahmen im Gebet an der Göttlichen Liturgie teil.

In seiner Predigt nahm der hochwürdigste Metropolit im Ruhestand von Chalkedon Bezug auf das Gleichnis vom Hochzeitsmahl. Er betonte, dass das Evangelium mit dem Bild des Tisches, den der Gastgeber für seinen Sohn bereitet, das Geheimnis der göttlichen Einladung offenbart. Die Einladung Gottes richtet sich an alle Menschen, und die Kirche geht hinaus an die Kreuzungen der Welt, um Völkern, Kulturen, Traditionen und religiösen Gemeinschaften zu begegnen.

In diesem Zusammenhang hob der Metropolit besonders die Bedeutung des „Fanarion – Zentrums für Orthodoxen Christlichen Dialog“ hervor, das nun zu einem neuen Ort der Präsenz und des Zeugnisses der Orthodoxie im Herzen Budapests geworden ist. Wie er betonte, ist das Phanar seit jeher ein Ort und zugleich eine Weise, in der die Orthodoxie mit der modernen Welt in Dialog tritt, während sie ihre Identität und ihre Überlieferung lebendig bewahrt.

Besondere Aufmerksamkeit widmete er dem „Hochzeitsgewand“, das mit der Liebe verbunden ist. Die Präsenz in der Kirche empfängt ihre volle Bedeutung, wenn sie von der Liebe begleitet wird, die den Dialog in eine wirkliche Begegnung und die Gastfreundschaft in eine Gemeinschaft von Personen verwandelt.

Im Blick auf die drei großen Patrone der Kirche – den heiligen Basilius den Großen, den heiligen Gregor den Theologen und den heiligen Johannes Chrysostomos – unterstrich der Metropolit im Ruhestand von Chalkedon die Haltung, mit der die Drei Hierarchen der Bildung und der Kultur ihrer Zeit begegneten. Sie zeigten die Möglichkeit eines Dialogs mit der Welt, der von Freimut und Respekt geprägt ist, und unterschieden, was der Wahrheit und dem kirchlichen Leben zu dienen vermag. Dieses Erbe inspiriert auch den Dienst des neuen Zentrums für Dialog in Budapest.

Im weiteren Verlauf brachte der hochwürdigste Metropolit die Freude und Dankbarkeit der Mutterkirche über die Vollendung dieses Werkes zum Ausdruck. Besonders würdigte er die langjährige Sorge, den Einsatz und die Ausdauer des hochwürdigsten Metropoliten von Austria und Exarchen von Ungarn und Mitteleuropa, Herrn Arsenios. Er betonte, dass die Präsenz des Metropoliten Arsenios in Ungarn, seine kontinuierliche Kommunikation, die Planung und seine Geduld entscheidend zur Verwirklichung dieser Vision beigetragen hätten, die nun mit Kirche, Altar und Zentrum für Dialog konkrete Gestalt angenommen habe.

Zugleich sprach er seinen herzlichen Dank den Mitarbeitern des hochwürdigsten Metropoliten von Austria sowie den staatlichen Stellen Ungarns für ihre großzügige Unterstützung und ihren Respekt gegenüber dem orthodoxen Glauben aus. Das Gebäude, in dem sich dieser neue geistliche Ort befindet, wurde von Ungarn dem Ökumenischen Patriarchat zur Verfügung gestellt. Seine Renovierung wurde durch eine wesentliche finanzielle Unterstützung der damaligen ungarischen Regierung ermöglicht.

Zum Abschluss seiner Predigt wünschte der Metropolit im Ruhestand von Chalkedon, dass durch die Fürsprache des heiligen Basilius des Großen, des heiligen Gregor des Theologen und des heiligen Johannes Chrysostomos der eucharistische Tisch dieser neuen Kirche stets reich gedeckt bleibe und alle, die diesen heiligen Ort betreten, das „Hochzeitsgewand“ tragen mögen – die Liebe, die den Menschen mit Gott und mit seinem Mitmenschen verbindet.

Die Erzbischöfliche Göttliche Liturgie bildete eine Fortsetzung der freudigen und historischen Präsenz des Ökumenischen Patriarchats und der Orthodoxen Kirche in Budapest. Die neue Kirche der Heiligen Drei Hierarchen und das „Fanarion“-Zentrum erweisen sich dabei als Orte des Gebets, der Gemeinschaft und des Dialogs.

Fotos: Ficsor Márton