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Am Sonntag, dem 18. Oktober 2026, dem Fest des heiligen Apostels Lukas, stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria und Exarch von Ungarn der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie im Kloster des heiligen Georg Epanosifis auf Kreta vor, dem Kloster seiner Mönchsweihe, mit kanonischer Erlaubnis des zuständigen Oberhirten, Seiner Eminenz Erzbischof Eugenios von Kreta. Mit Seiner Eminenz konzelebrierten Seine Exzellenz Bischof Paisios von Apameia, ebenfalls Bruder des Klosters, und Seine Exzellenz Bischof Maximos von Ariste. Liturgisch begleitet wurden die Bischöfe vom Generalvikar der Erzdiözese, Archimandrit Bartholomaios Vogiatzoglou, vom Abt des Klosters, Archimandrit Dionysios Kasimatis, von Vätern des Klosters sowie vom Bischofsvikar für Österreich, Erzpriester Ioannis Nikolitsis.

In seiner Predigt rief Seine Eminenz die Gläubigen auf, sich selbst zu Gefäßen der göttlichen Gnade zu machen und den Weisungen und Beispielen des Evangeliums zu folgen. Die Sendung der Jünger, so führte er aus, sei die Fortsetzung der heilbringenden Gegenwart unseres Herrn Jesus Christus in der Geschichte, denn sie legten Zeugnis dafür ab, dass Christus die Wahrheit schlechthin, das Licht und das Leben ist.

Er ging auf das Wort der Jünger ein: „Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen“, und auf die Antwort des Herrn, der ihre Freude teilte und sie von der Freude über die geistliche Macht zur Freude über die ewige Gemeinschaft mit Gott führte. Wie das Evangelium zeigt, ist der Maßstab des geistlichen Lebens unsere wirkliche Beziehung zu Gott, aus der auch die Kraft erwächst. Im Vergleich zur Unterwerfung der bösen Geister, so erläuterte er, sei das eigentliche Wunder die Befreiung des menschlichen Herzens von der Tyrannei des Egoismus und seine Verwandlung in eine Wohnstätte der Heiligen und Lebensspendenden Dreifaltigkeit.

Ausgehend von der Frage, „was es bedeutet, dass unser Name im Himmel geschrieben ist“, erinnerte Seine Eminenz die Pilger des Klosters daran, dass unser Dasein die Grenzen von Vergänglichkeit und Tod übersteigt, denn Gott ruft uns persönlich in die ewige Gemeinschaft mit Ihm. Diese Gemeinschaft suchen auch die Mönche, die den Weg der geistlichen Askese gewählt haben, um sich neben der sittlichen Tugend für die göttliche Gnade empfänglich zu machen, Gott durch Seine ungeschaffenen Energien zu erkennen und ihr ganzes Sein Seiner Liebe zu übergeben. Dieser gnadenreiche Weg führt über Reinigung und Erleuchtung zur Teilhabe an der ungeschaffenen göttlichen Gnade.

Abschließend betonte er, dass die Gnade Gottes den Menschen geschenkt wird, die in Demut, Umkehr und Vergebung ringen, um durch die Liebe geheiligt zu werden, und kam noch einmal darauf zurück, dass wir unser ganzes Dasein der Liebe Gottes übergeben sollen.

Nach dem Ende der Göttlichen Liturgie wurde ein Erzbischöfliches Trisagion zum Gedenken an den vor fünfzehn Jahren entschlafenen Metropoliten Michael von Austria gehalten. Seine Eminenz dankte Seiner Eminenz Erzbischof Eugenios von Kreta, dem Abt und den Vätern des Klosters für die Gastfreundschaft und bat die Pilger, zum Schutzpatron des Klosters, dem heiligen Großmärtyrer Georg, für jedes gute und heilbringende Werk zu beten. Es folgten ein geistliches Gespräch im Archondariki des Klosters und eine Agape.