Religionsfreiheit weltweit achten: Internationales Symposion über das 1.700-Jahr Jubiläum des Edikts von Mailand

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Das hohe Gut der Religionsfreiheit und der Einsatz für die weltweite Wahrung der Religionsfreiheit standen im Mittelpunkt eines internationalen Symposions vor wenigen Tagen in Istanbul. Das Symposion am 17. Mai stand unter dem Motto “Emperor Constantine's Edict of Milan: 1.700 Years Later: Religious Freedom Today” und wurde Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel in Kooperation mit dem “Rat der (katholischen) Bischofskonferenzen Europas” (CCEE) veranstaltet. Mit dem “Mailänder Edikt” im Jahr 313 gewährten der römische Kaiser Konstantin und der für Südosteuropa zuständige römische Mitkaiser Licinius dem Christentum und anderen religiösen Bekenntnissen Kultfreiheit.

Offizielle Vertreter mehrerer orthodoxer Jurisdiktionen waren zu der Veranstaltung angereist, darunter diejenigen der syrischen, russischen, serbischen, rumänischen und der bulgarischen Kirche. Aus Österreich nahm Metropolit Arsenios von Austria an der Tagung teil. Auch hochrangige Vertreter der römisch-katholischen Kirche, der oberste Rabbiner der Türkei, Ishak Haleva, sowie Vertreter der maronitischen Kirche und des Islam waren unter den Teilnehmern.

Nach kurzen einleitenden Begrüßungsworten durch Metropolit Emmanuel von Frankreich, den federführenden Organisator des Symposions, eröffnete Patriarch Bartholomaios I. die Veranstaltung offiziell mit einem viel beachteten Grußwort (griech. Version) über die Bedeutung des Ediktes von Mailand einst und jetzt.

Der Patriarch hatte sich am Vorabend der Tagung aus Anlass des Gedenkens an das Mailänder Edikt in Mailand selbst aufgehalten und eine Patriarchal- und Synodalenzyklika (griech. Version) veröffentlicht, worin die Aktualität des Ediktes unterstrichen und ausdrücklich auf die derzeitige dramatische Situation der Christen im Nahen Osten Bezug genommen wird. Die Enzyklika trägt die Unterschriften aller zwölf Mitglieder des Heiligen Synods des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel, zu denen auch Metropolit Arsenios von Austria gehört.

930160121.jpgNach den Grußworten von Patriarch Bartholomaios I. verlas zunächst der päpstliche Nuntius in der Türkei, Erzbischof Antonio Lucibello, die Grußbotschaft von Papst Franziskus. Danach sprach Kardinal Peter Erdö, der Präsident der CCEE, über die Entfremdung des Menschen des 21. Jahrhunderts von Gott und über die Notwendigkeit, Gott im Wege der Religionsfreiheit aktiv wiederzuentdecken. Nach zwei Vorträgen von Professor Ramsay MacMullen und Monsignore Dr. Francesco Braschi fanden Diskussionen zu den Themen “Religiöse Freiheit aus der Perspektive der Glaubensgemeinschaften”, “Die Realität der religiösen Freiheit in der Welt” sowie “Das Verhältnis zwischen Religion, Politik und Gesellschaft” statt.

168899657.jpg168899657.jpg168899657.jpg168899657.jpgDas Symposion endete mit dem Verlesen eines gemeinsamen Communiques, dem alle Teilnehmer einhellig zustimmten. Darin wird die Religionsfreiheit als zu bewahrendes wertvolles Gut bezeichnet. Betont wird die aktive Rolle der Religionsgemeinschaften in den Gesellschaften, denen die Freiheit des Glaubens im öffentlichen Raum zu gewährleisten ist. Schließlich wird festgehalten, dass Staat und Kirche zwar zwei voneinander getrennte Einheiten darstellen, aber sehr wohl miteinander zu kooperieren haben, um den sozialen Frieden und die Gerechtigkeit in der Gesellschaft zu fördern. Den Abschluss des Symposions bildete ein gemeinsames Gebet.

Am 18. Mai fand ein Ausflug der Teilnehmer des Symposions nach Hereke, dem Sterbeort Konstantins I. des Großen, statt. Dem gemeinsamen Mittagessen wohnte an diesem Tag auch Patriarch Ilia II. von Georgien bei, der in diesen Tagen offizieller Gast des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. war.

Bartholomaios I. und Ilia II. zelebrierten am Sonntag, 19. Mai, gemeinsam den Gottesdienst im Kloster Balukli in Istanbul, wo sich eine berühmte heilige, lebensspendende Quelle befindet. Im Zuge der Liturgie wurde die oben erwähnte Patriarchal- und Synodalenzyklika verlesen. Am Gottesdienst nahmen unter anderem viele georgisch-orthodoxe Gläubige teil.

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