Wasserweihe am Plattensee und Erzbischöfliche Göttliche Liturgie in Keszthely
Am Samstag, den 17. Januar 2026, begab sich Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria an den Plattensee (Balaton) in Ungarn, wo er der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie vorstand und die Große Wasserweihe gemäß der Tradition vollzog. Mit Seiner Eminenz konzelebrierte Seine Exzellenz Bischof Paisios von Apameia, während die Hierarchen liturgisch von Klerikern des Exarchats von Ungarn begleitet wurden, die aus den umliegenden Städten und Budapest angereist waren. Im Gebet verbunden war auch der Prediger der Heiligen Metropolis, Archimandrit Ilias Papadopoulos, anwesend. Nach dem Ende des Gottesdienstes begaben sich Klerus und Volk an das Ufer des Sees, wo Seine Eminenz auf einer eigens errichteten Plattform in Anwesenheit einer großen Menschenmenge den orthodoxen Ritus der Wasserweihe und des Werfens des Kreuzes vollzog. Anschließend begab er sich in die Schule „Család“ („Familie“) des Exarchats von Ungarn, wo er einem traditionellen ungarischen Programm mit Liedern, einer Aufführung und Gedichten beiwohnte, die Vasilopita segnete und ihre Stücke an die Schüler und Anwesenden verteilte. Es folgte ein festliches Essen mit den Klerikern, den Lehrern und Vertretern der örtlichen Gemeinschaft.
In seiner Predigt, die er vor den Schülern der Schule des Exarchats hielt, erwähnte Seine Eminenz, dass die Kirche uns am Fest der Theophanie durch die Taufe unseres Herrn Jesus Christus die Heiligung der gesamten Schöpfung lehrt, und erklärte, dass Christus, indem Er in die Wasser des Jordan stieg, uns zeigte, dass das Heil nicht nur die Seele des Menschen betrifft, sondern die Gesamtheit des Seins und der Schöpfung. Die Herabkunft des Heiligen Geistes wiederholt auf mystische Weise den Augenblick der Schöpfung, nicht nur um die Welt „aus dem Nichts“ ins Dasein zu bringen, sondern um sie von der Verwesung zu heiligen und sie zu erneuern. Auf diese Weise wird die durch die Sünde gestörte Harmonie zwischen Gott, Mensch und Welt wiederhergestellt. So hört die Materie auf, ein Ort der Ausbeutung zu sein, und wird zu einem Ort der Gegenwart der Gnade des Dreieinigen Gottes. Der Mensch ist dazu berufen, die Rolle zu erkennen, die ihm von Gott als Priester der Schöpfung gegeben ist, der sie Gott mit Danksagung darbringen und sie mit Liebe verwalten muss. In der Theophanie offenbart sich die eschatologische Bestimmung der Welt, die nicht zur Auslöschung geführt wird, sondern zur Verwandlung und Herrlichkeit nach dem Vorbild der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. So wird der Jordan zu einer Voraabbildung der neuen Schöpfung, wo Gott „alles in allem sein wird“ und die ganze Welt Teilhaber des göttlichen Lichtes wird.
Nach dem Ende der Göttlichen Liturgie folgte eine Prozession zum Ufer des Plattensees, wo Seine Eminenz mit Seiner Exzellenz Bischof Paisios von Apameia und den anderen Klerikern die Wasserweihe vollzog. In Anwesenheit der versammelten Menge warf Seine Eminenz das Kreuz und heiligte die Gewässer, wodurch er jedem Menschen guten Willens die Gelegenheit gab, diese Tradition der Orthodoxen Kirche kennenzulernen.
Anschließend begaben sie sich in die Schule „Család“ des Exarchats von Ungarn, wo die Schüler mit Hilfe der Lehrkräfte ein reiches Programm vorbereitet hatten und traditionelle ungarische Bräuche und Traditionen präsentierten. Seine Eminenz dankte den Lehrkräften für das geleistete Werk und gratulierte den kleinen Schülern zu ihren Leistungen. Er sprach zu ihnen über die orthodoxe Tradition, die Ehre des Heiligen Basilius und den Brauch des Anschneidens der Vasilopita in Griechenland, die er segnete und anschließend an alle verteilte. Es folgte ein festliches Essen, das die Schule den Gästen anbot, an dem die Hierarchen und Kleriker teilnahmen. Dort gratulierte Seine Eminenz noch einmal dem Personal der Schule, und schließlich bot sich die Gelegenheit zum Gedankenaustausch und zum Austausch von Wünschen mit den Anwesenden.
