50-jähriges Jubiläum der ökumenischen Stiftung „Pro Oriente“

1713385027.jpg

Am 8. November feierte die von Kardinal Franz König ins Leben gerufene Stiftung „Pro Oriente“, die den ökumenischen Dialog so stark beeinflusste, ihr 50jähriges Jubiläum. Anlässlich dieses Ereignisses wurde in der Schottenkirche in Wien ein ökumenisches Morgenamt gefeiert. Anschließend fand ein Festakt im Festsaal der Universität statt. Kardinal Christoph Schönborn, der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung, und Pro Oriente-Präsident Johann Marte konnten den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios von Konstantinopel, den koptisch-orthodoxen Papst-Patriarchen Tawadros II., und Kurt Kardinal Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, als Gäste begrüßen.

628361804.jpg

In seiner Festrede erinnerte Patriarch Bartholomaios an die historischen Schritte im Laufe des Dialoges zwischen der Römisch-katholischen und der Orthodoxen Kirche und rief die Rolle, welche die Stiftung „Pro Oriente“ dabei spielte, ins Gedächtnis. „Dank der wichtigen und einflussreichen Beiträge von Institutionen und Stiftungen wie ‚Pro oriente‘ hat der Geist der brüderlichen Liebe und des gegenseitigen Respekts die alte theologische Polemik und das gegenseitige Misstrauen ersetzt“, so Patriarch Bartholomaios wörtlich. Er hob auch die Rolle der Stiftung in Bezug auf ihren Einsatz für die verfolgten Christen im Mittleren Osten hervor und wiederholte die Deklaration, die dieses Jahr, gemeinsam mit Papst Franziskus, in Jerusalem verabschiedet worden war: „Wir drücken unseren tiefe Sorge um die Situation der Christen im Mittleren Osten aus und um ihr Recht, Bürger ihrer Heimatländer mit vollen Rechten zu bleiben. Wir ermutigen alle Parteien, unabhängig von ihrer religiöser Überzeugung, weiter an der Versöhnung zu arbeiten und die Rechte der Menschen anzuerkennen“.

Der koptische Papst-Patriarch Tawadros II. griff den Friedens- und Einheitsappell von Patriarch Bartholomaios auf. Gerade in jenen Ländern, wo Christen eine Minderheit sind, sei das gemeinsame Zeugnis der Einheit überlebensnotwendig. Der koptische Papst-Patriarch äußerte weiters den Wunsch, dass die Kirchen endlich zu einem gemeinsamen Termin für das Osterfest finden. Das wäre ein deutliches Zeichen der Verbundenheit und des Wunsches nach Einheit.

Die Zukunft der Ökumene und auch die Zukunft von „Pro Oriente“ hänge entscheidend von der jungen Generation ab, sagte Kardinal Schönborn. Zugleich seien alle christlichen Kirchen gemeinsam dazu aufgerufen, ihre Stimme für die bedrängten Christen im Orient zu erheben, die unterdrückt und verfolgt würden und nicht selbst ihre Stimme erheben könnten.

50 Jahre Arbeit von Pro Oriente hätten gezeigt, dass das Gelingen des ökumenischen Dialogs maßgeblich von den handelnden Personen abhängt, betonte Kardinal Koch. Umso wichtiger sei auch die Heranbildung junger aufgeschlossener Theologen, “die auch innovativ neue ökumenische Wege auskundschaften”, so Koch. Er hob in diesem Zusamenhang die von Pro Oriente eingesetze Kommission junger katholischer und orthodoxer Theologen hervor.

An dem Festgottesdienst und Festakt nahmen Vertreter aller christlichen Kirchen in Österreich teil, darunter u.a. Metropolit Arsenios, der lutherische Bischof Michael Bünker, der methodistische Superintendent und Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, Lothar Pöll, der koptische Bischof Anba Gabriel, der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld, der altkatholische Bischof John Okoro, Erzdiakon Patrick Curran von der anglikanischen Kirche, Bischof Manfed Scheuer, Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbrigen, der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej und der armenisch-apostolische Alterzbischof Mesrob Krikorian.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes oblag dem Chor der griechisch-orthodoxen Kirche, dem Chor der koptisch-orthodoxen Kirche, dem Chor der rumänisch-orthodoxen Kirche sowie der Wiener Choralschola.

So Mo Di Mi Do Fr Sa

Fastenkalender


So Mo Di Mi Do Fr Sa

Ἐπὶ τὰς πηγάς /
Zu den Quellen


17. Januar 2021: Sonntag

Schriftlesungsarchiv

 

Ihre Spende


Die Metropolis von Austria organisiert eine Vielzahl an karitativen, seelsorgerlichen und kulturellen Aktivitäten in Österreich und Ungarn. Da unsere Diözese, wie auch unsere Gemeinden, sich ausschließlich von Spenden finanzieren, sind wir für jede Hilfe und Unterstützung herzlich dankbar!

Ihre Spende

Vergelt´s Gott

Leoben

Keine anstehende Veranstaltung

Klagenfurt

Keine anstehende Veranstaltung

Kufstein

Keine anstehende Veranstaltung

Innsbruck

Keine anstehende Veranstaltung

 Bregenz

Keine anstehende Veranstaltung

St. Andrä am Zicksee

Details zum liturgischen Programm finden Sie auf der Website des Klosters.

Keine anstehende Veranstaltung
Legetøj og BørnetøjTurtle