Namenstag Seiner Allheiligkeit und Pilgerreise in Kappadokien

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Am Mittwoch, 10. Juni, reiste Metropolit Arsenios von Austria aus Anlass des Namenstages Seiner Allheiligkeit des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. von Konstantinopel. Am Mittwochabend, dem Vorabend des Feiertages der heiligen Apostel Bartholomaios und Barnabas., feierte Patriarch Bartholomaios I. eine Vesper in der Kirche Lebenspendende Quelle (Zoodochos Pigi) des gleichnamigen Klosters in Balukli (Balıklı) in Istanbul. Dort befindet sich eine heilige und heilende Quelle, die bereits in der Regierungszeit des byzantinischen Kaisers Justinian I. (6. Jahrhundert) große Berühmtheit erlangte und bis heute behalten hat.

1682670393.jpgNach der Vesper fand ein Empfang im Hof des Klosters statt. Die Metropoliten des Ökumenischen Throns, abgesandte Kleriker der Patriarchate von Alexandrien, Jerusalem, Moskau und Serbien, des Kirche von Griechenland, Mönche des Heiligen Berges Athos, hochrangige Vertreter des diplomatischen Corps, darunter der Generalkonsul der Hellenischen Republik in Istanbul, Herr Evangelos Sekeris, hochrangige Archonten des Ökumenischen Thrones und zahlreiche orthodoxe Gläubige aus Istanbul und Griechenland, die aus Ehrerbietung zu Seiner Allheiligkeit angereist waren, gratulierten dem Ökumenischen Patriarchen zu seinem Namenstag. Zu den Ehrengästen Seiner Allheiligkeit zählte auch die Familie Pappas aus Salzburg, Frau Generalkonsulin Catharina Pappas, Herr Kommerzialrat Alexander Pappas und Frau Dr. Julia Pappas, die langjährige Freunde des Patriarchats und der Metropolis von Austria sind.

Am Donnerstag, 11. Juni, wurde die Göttliche Liturgie in der Kirche zum Heiligen Georg im Phanar gefeiert. Auch hier nutzten die bereits bei der Vesper anwesenden Gäste die Gelegenheit, Seiner Allheiligkeit nochmals persönlich zu gratulieren.

1496033929.jpgAm Samstag und Sonntag, 13. und 14. Juni, begleitete Metropolit Arsenios Seine Allheiligkeit nach Kappadokien (in die Gegend von Nevşehir), wo sich unzählige griechisch-orthodoxe Kirchen befinden, die von den kleinasiatischen Griechen beim Bevölkerungsaustausch des Jahres 1923 verlassen werden mussten. Seit Jahren hat der Patriarch die Tradition begründet, diese verlassenen und nicht mehr gepflegten Kirchen zu besuchen und in ausgesuchten Gotteshäusern Gottesdienste zu zelebrieren. So feierte Seine Allheiligkeit am 13. Juni eine Vesper in der Kirche der Verklärung Christi im Ort Hamamlı (vormals Kurdunos/Gurdunos) unter Anwesenheit von Metropolit Arsenios und Weihbischof Nikandros von Dorilaon aus Australien. Zahlreiche griechische Gläubige, Nachfahren jener kleinasiatischen Griechen des Jahres 1923, waren speziell aus allen Teilen der Welt in die Türkei angereist.

3943397017.jpgAm Sonntag, 14. Juni, zelebrierte Seine Allheiligkeit gemeinsam mit Metropolit Arsenios und Weihbischof Nikandros die Göttliche Liturgie in der Kirche der Einführung der Gottesgebärerin in den Tempel in Kaymaklı (vormals Anaku) unter großer Beteiligung griechischer und türkischer Medienvertreter. Wiederum waren die Nachfahren der kleinasiatischen Griechen unter den zahlreichen anwesenden Gläubigen. Aber auch viele türkische Dorfbewohner kamen mit Neugier zum Gottesdienst in die sonst unter dem Jahr verschlossene Kirche.

3597360937.jpgSeine Allheiligkeit ging auf die reiche und jahrtausendealte Geschichte der kleinasiatischen Griechen ein und betonte die Notwendigkeit, sowohl jährlich Liturgien in ausgesuchten orthodoxen Kirchen Kappadokiens zu halten als auch die orthodoxe Kultur in diesen Gebieten zu pflegen und die Erinnerung an den bedeutenden Beitrag der kleinasiatischen Griechen zum Griechentum hochzuhalten. Im Anschluss an den Gottesdienst besuchte Seine Allheiligkeit das Kirche der Gottesmutter bei der Stadt Nevşehir, das 1923 aufgelassen und in ein Gefängnis umgebaut wurde und das jetzt verlassen ist.

 

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