Empfang der Kreuzreliquie und Sonntag der Kreuzverehrung in der Metropolis von Austria

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Von Freitag, 1. April, bis Sonntag, 3. April, beging die Metropolis von Austria feierlich das Fest der Kreuzverehrung. Dank dem Stift Heiligenkreuz hatten Gläubige der Orthodoxen Kirche die Gelegenheit, die kostbare Reliquie des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus zu verehren und vor dem Heiligen Holz zu beten. Bei den Feierlichkeiten waren Abt Pater Maximilian Heim mit der Bruderschaft des Stiftes Heiligenkreuz sowie Ihre Exzellenzen, der Apostolische Nuntius Dr. Peter Stephan Zurbriggen und Bischof Ägidius J. Zsifkovics von Eisenstadt anwesend.

 

Am Beginn der Feierlichkeiten wurde die Kreuzreliquie in einer Prozession aus der Bernardi-Kapelle des Heiligenkreuzer Hofes in Wien in die Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit am Fleischmarkt getragen. Abt Maximilian Heim betonte, „dass die Kreuzreliquie überall dort sein darf, wo Menschen das Kreuz verehren“. Die Reliquie aus Heiligenkreuz sei bereits in der Vergangenheit „an verschiedene Orte gewandert, doch nun erstmalig in eine orthodoxe Kirche.“

160405 5Anschließend wurden die Vesper und die 3. Stanze des Akathistos Hymnos von dem byzantinischen Chor der Metropolis von Austria gesungen. Vor der Kreuzreliquie hielt der international renommierte Philosoph und Theologe Univ.-Prof. Dr. Christos Yannaras eine Predigt zum Thema „Das Kreuz: Die Art und Wiese des wahren Lebens“, in deren Kernaussage er festhielt: „Mit Jesus Christus hat das Kreuz eine neue Bedeutung gewonnen als Zeichen der Rettung und der Auferstehung. [...] Die Kirche verkündete die Botschaft, dass derjenige, der die Ursache ihrer Existenz ist, jemand ist, der aus Liebe da ist und da sein möchte. Und die Liebe Gottes ist kein Gefühl, sondern die Art und Weise seines Daseins. Aus dieser Liebe gebärt Er den Sohn und geht von Ihm der Heilige Geist hervor. So etwas bedeutet nicht, dass er im Voraus existiert und dann liebt, sondern die Art und Weise Seines Daseins ist zu lieben. Er verleiht der Liebe ihre Hypostase.“ Professor Yannaras hob mehrmals hervor, dass die Liebe kein Gefühl ist, sondern eine Art und Weise. Und diese Art und Weise ermöglicht es, alles zu erdulden, auch den Tod selbst, um die Liebe dem Vater als eine Gegenleistung zu 4011565362.jpegübergeben. Dadurch wandelte Er den Tod zu einer Beziehung um, zur Liebe, zu einem nächstenliebenden Bezug. Er führte weiter aus, dass die Menschen eine Vielfalt von Gesten haben, womit sie diese Art und Weise in ihrem Leben zum Ausdruck bringen. Schließlich sagte er, „wenn wir uns bekreuzigen, erklären wir damit, dass jede Ansicht unseres Lebens eine Beziehung sein soll, ein Bezug auf den Vater, ein Zeichen unserer Liebe zu Ihm.“

3146037811.jpegMetropolit Arsenios von Austria bedankte sich bei Abt Pater Maximilian für diese große Geste der Liebe, das Heilige Holz der Metropolis anzuvertrauen, und sprach in seiner Predigt über die Bedeutung des Kreuzes im Leben der Orthodoxen. Zur Überraschung des Metropoliten und aller Gläubigen hatten Bischof Ägidius und Abt Maximilian eine Reliquie des Heiligen Kreuzes aus einer Pfarre im Burgenland als Geschenk mitgebracht, die ein dauerhaft präsenter Segen für die Orthodoxen in der Metropolis von Austria sein soll. Metropolit Arsenios war von der Schenkung der dieser Reliquie gerührt und bedankte sich bei den Stiftern für diese Geste im Geiste der „Martinstat“ sowie für die Schenkung des Grundstücks im Burgenland für die Errichtung des ersten orthodoxen Klosters in Österreich.

Danach wurden gemeinsam mit dem byzantinischen Chor der Metropolis von Austria unter der Leitung von Herrn Mag. Dimitrios Apostolakis und dem Chor des Stiftes Heiligenkreuz Hymnen und Troparien vor der kostbaren Reliquie gesungen.

Am Samstag, 2. April, wurde die Göttliche Liturgie in der Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit gefeiert, wo zahlreiche Priester verschiedener orthodoxer Gemeinden zelebriert haben und vor dem verehrungswürdigen Kreuz mit zahlreichen Gläubigen innige Gebete gelesen haben. Die Gläubigen hatten noch einmal die Möglichkeit, das Kreuz unseres Herrn zu verehren. Metropolit Arsenios sprach aus diesem Anlass von der Bedeutung des Kreuzes für unsere geistliche Erbauung und forderte die Gläubigen dazu auf, Taten der Liebe im Namen unseres Herrn zu machen.

160405 7Am Samstagabend fand ein Konzert mit dem Titel „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ statt. Es spielte das Wiener Ensemble „Retro“ unter der Leitung des Dirigenten Anastasios Strikos begleitet vom Mezzosopran Anna Agathonos und dem Bass Panagiotis Pratsos. Erpriester Ioannis Nikolitsis nahm auch als Interpret teil und sang byzantinische Hymnen der Passion Christi. Es wurden Werke von Bach, Barber, Händel, Kasassoglou, Klughardt, Petridis, Tsalahouris dargebracht.

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Am Sonntag, 3. April, feierte Metropolit Arsenios die Göttliche Liturgie gemeinsam mit Archimandrit Paisios, Erzpriester Ioannis Nikolitsis, Alexander Lapin, Priester Sladjan Vasic und Diakon Arsenios in der Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit. Danach hielt Professor Yannaras mit dem Segen des Metropoliten die Predigt. Professor Yannaras erläuterte den vielschichtigen Sinn des Wortes „Psyche“ („Seele“) mit Bezug auf den Text des verlesenen Evangeliums. Er erinnerte daran, dass das Wort „Psyche“ aus dem Verb „psycho“ abgeleitet ist, was „atmen“ bedeutet. Man bleibt in Bewegung, indem man ein- und ausatmet, und die Luft wird ein- und ausgehaucht. Mit dem letzten Atemzug kommt dieser Prozeß zu einem Ende. Der Mensch soll nach dem Evangelium nicht als ein atomisiertes Ich existieren, sondern als eine Beziehung, als Gesellschaft, als Liebe.

Am Ende des Gottesdienstes hat Metropolit Arsenios das Typikon der Kreuzverehrung zelebriert und noch einmal dem anwesenden Abt Pater Maximilian Heim und den ihn begleitenden Mitbrüdern für diesen großen Akt der Liebe gedankt. Wiederum haben viele Gläubige die Kreuzreliquie verehrt und vor ihr zu Christus gebetet. 

 

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08.12.2019: 10. Lukassonntag

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