Botschaft von Metropolit Arsenios zum Anschlag vom 2. November 2020

An den Klerus 
und das Volk der Metropolis von Austria 
und des Exarchats von Ungarn

Meine geliebten Kinder,

Aus Anlass des Terroranschlags vom 2. November 2020 in der schönen Stadt Wien, dem Sitz unserer Metropolis, wende ich mich, in vollem Bewusstsein meiner pastoralen Verantwortung, mit dieser von Herzen kommenden und väterlichen Botschaft an Euch alle, das Volk unserer Ortskirche der Metropolis von Austria.

 

Zu Beginn drücken wir den unschuldigen Opfern unser tiefstes Mitgefühl und Beileid aus, den Toten und Verletzten dieses grundlosen Anschlags. Wir stehen bei den Angehörigen der Opfer und beten, dass Gott ihnen in diesen schwierigen Stunden beistehe.

Gleichzeitig sprechen wir allen Sicherheitskräften und zuständigen Behörden unseren aufrichtigen Dank aus für die schnelle Reaktion auf diese tragischen Ereignisse und die Abwendung von noch Schlimmerem.

Gemeinsam verurteilen wir jede Art von Gewalt und Intoleranz. Wir verabscheuen alle Formen von Terror, Bedrohungen und Angriffen auf die menschliche Person. Die Täter von solchen Anschlägen folgen in keinem Fall dem Willen Gottes, sondern verbreiten Angst und Misstrauen, sie zerstören das gegenseitige Vertrauen der Menschen. Genau das wollen und werden wir aber nicht zulassen. Unser Glaube an Gott und unsere Liebe zu Österreich und seinen Einwohnern stärken uns, um die Angst zu überwinden und weiterhin frei zu leben.

Zugleich betonen wir, dass der Glaube eines jeden Menschen zu respektieren ist, genauso wie das Recht, seine religiösen Verpflichtungen ungehindert und frei auszuüben. Dennoch darf der Glaube eines Menschen, wer auch immer er sei, in keinem Fall den Tod hervorbringen. Er darf nicht Hass und Spaltung schaffen. Er darf die Menschen nicht einander entfremden und sie trennen, sondern muss den gegenseitigen Respekt, die Nähe zueinander, die Freundlichkeit und die Vergebung fördern. 

In diesem Stunden betonen wir die Notwendigkeit gemeinsam miteinander zu stehen, aufrecht und stark. Lassen wir nicht zu, dass uns die Angst beherrscht. Die Botschaft des Evangeliums „Fürchtet euch nicht!“ vernehmen wir in diesen Stunden besonders intensiv in unseren Ohren und Herzen. Lassen wir nicht zu, meine Schwestern und Brüder, dass sich ein Schatten der Angst und der Besorgnis über uns legt, der Lähmung und der Spaltung der Gesellschaft. Diese Angst würde noch schlimmere Folgen haben als die Taten von Menschen, die darauf abzielen, durch Terror Angst zu verbreiten und damit die anderen Menschen zu beherrschen.

Es ist wahr, dass wir alle gelernt haben, an diesem gastfreundlichen Ort gemeinsam und in Harmonie zu leben. Das Land Österreich und die Stadt Wien bezeugen diese Haltung des gegenseitigen Respekts, der Bewahrung der Menschenrechte, der Freundlichkeit, der Wertschätzung und der Würde der menschlichen Person. Das alles ist der Reichtum dieses Ortes. Dieser Reichtum gehört uns allen. Deshalb müssen wir alle diesen Reichtum erhalten und das Band des Zusammenhalts beschützen, wir müssen in der Liebe bleiben, im Dialog, auf dem gemeinsamen Weg und in der aufrechten Kommunikation. Lassen wir nicht zu, dass die Dunkelheit siegt! Erfüllen wir auch die dunkelsten Facetten des menschlichen Herzens mit Licht! Mögen die Wahrheit und das Licht siegen!

Mit diesen Gedanken wünschen wir euch väterlich den reichen Segen Gottes, möge Er euer Leben und euren Lebensweg heiligen! Noch einmal bitte ich euch: „Fürchtet euch nicht!“ Vertieft euer Gebet zum wahren Gott, vermehrt eure von Herzen kommenden Bitten! Wendet euch im Gebet an die allheilige Gottesgebärerin und „habt Mut“! Das erste und das letzte Wort im Leben der Menschen hat der Dreifaltige Gott! 

Ich grüße euch mit all meiner Liebe und mit von Herzen kommenden väterlichen Wünschen!

Euer Metropolit 
† Arsenios von Austria

 

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(während des Lockdowns 17.11.-06.12.2020 ohne Volk)


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