"Lange Nacht" – Kirchen zeigen gesellschaftliche Präsenz

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Mit einem österreichweiten Läuten der Kirchenglocken ist am Freitagabend kurz vor 18 Uhr die “Lange Nacht der Kirchen” offiziell eröffnet worden. Der zentrale Eröffnungsgottesdienst, an dem Vertreter aller christlichen Kirchen in Österreich teilnahmen, fand in der Lutherische Stadtkirche im ersten Wiener Bezirk statt. Dem Gottesdienst standen u.a. Metropolit Arsenios, der evangelische Bischof Michael Bünker und der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl vor. Krätzl rief in seiner Predigt zu mehr Mut in der Ökumene auf. Zugleich wies er alle Ansichten zurück, die die Kirchen “in die Hinterzimmer verbannen wollen”. Der Glaube verpflichte die Christen dazu, sich in der Gesellschaft zu engagieren.

Gerade auch in der “Langen Nacht” dürfe nicht auf jene vergessen werden, die am Rand der Gesellschaft stehen, so Krätzl weiter: “Asylanten, Menschen anderer Sprache, Hautfarbe, anderer Veranlagung. Kirche soll für sie nicht nur räumliches Asyl sein, sondern im Geiste Jesu Christ ihr unbestechlicher Anwalt sein.”

Am Eröffnungsgottesdienst nahmen weiters auch der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar und Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen, Nicolae Dura, Erddiakon Viktor Schilovsky von der russisch-orthodoxne Kirche, Reverend Patrick Curran von der anglikanischen Kirche und Bischofsvikar Dariusz Schutzki von der römisch-katholischen Kirche teil.

In besonderer Weise gedachte Metropolit Arsenios im Rahmen des Gottesdienstes in seiner Fürbitte auch an die leidgeprüfte Bevölkerung Syriens. Er betete zugleich um die Rettung der beiden entführten syrischen Metropoliten Mar Youhanna Ibrahim und Boulos Yazigi.

In 739 Kirchen in ganz Österreich wurde der Abend mit großen Erwartungen gestartet. Mehr als 3.250 Programmpunkte waren anberaumt. Alle 16 im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) vertretenen Kirchen sind in der “Langen Nacht” mit dabei.

Im Anschluss an den Eröffnungsgottesdienst nahm Metropolit Arsenios an einer Podiumsdiskussion über die aktuelle Situation der Ökumene teil. Der Tenor der Diskussion: Nicht alles, was die Kirchen unterscheidet, muss auch kirchentrennend sein.  Mit Metropolit Arsenios diskutierten Weihbischof Krätzl, Bischof Bünker, Reverend Curran und Sabine Clasani aus der Altkatholische Kirche.

Theologisch gebe es zwischen einzelnen Kirchen weit mehr Übereinstimmung als dies in der Praxis und im Kirchenrecht deutlich wird, sagte Weihbischof Krätzl. Große Hoffnungen setzte der Wiener emeritierte Weihbischof in Papst Franziskus. Dieser habe sich gleich bei seinem Amtsantritt nicht als Papst sondern als Bischof von Rom vorgestellt. Das sei ein bedeutsames ökumenisches Zeichen, so Krätzl. Weiters gebe es auch berechtigte Hoffnung, dass unter dem neuen Papst eine Entwicklung weg vom römischen Zentralismus stattfinden werde.

Dass sich Papst Franziskus für mehr Kollegialität und weniger Zentralismus einsetzt, ortete auch Metropolit Arsenios. Reverend Curran sah durch den Pontifikatswechsel neue Perspektiven, wie das Verhältnis von Ortskirche zu Universalkirche gestaltet werden könnte.

Metropolit Arsenios zog Freitagnacht eine positive Bilanz der “Langen Nacht der Kirchen”: Die Aktion, an der alle christlichen Kirchen in Österreich beteiligt sind, trage wesentlich dazu bei, einander besser kennenzulernen, so der Metropolit. Darüber hinaus gebe es auch ein Reihe von Möglichkeiten und Angeboten, mit Menschen anderer Religionszugehörigkeit ins Gespräch zu kommen.

In der Kathedrale zur Hl. Dreifaltigkeit fand ein Konzert mit Hymnen der Orthodoxen Kirche statt. Die zahlreiche Besucher der Veranstaltung hatten die Möglichkeit Griechen Artisten beim Singen zu genießen, namens der Baryton Kyros Patsalidis, die Soprano Katerina Kouri und der Contratenor Angelos Fotiadis, begleitet von dem Erzpriester Johannes Nikolitsis.  Demnächst wurde eine Führung in der Kathedrale gemacht.

Mehr als 330.000 Menschen waren am Freitag trotz teilweise extrem schlechtem Wetter zu den Angeboten der “Langen Nacht der Kirchen” gekommen. Die nächste “Lange Nacht” findet am 23. Mai 2014 statt.

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24. Januar 2021: 14. Lukassonntag

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