Pastoralbesuch, Erzbischöfliche Göttliche Liturgie, Große Wasserweihe und Anschnitt der Vasilopita in der Kirchengemeinde zu den Heiligen Drei Hierarchen in Bregenz
Am Sonntag nach der Theophanie, dem 11. Januar 2026, am Gedenktag unseres Heiligen Vaters Theodosios des Koinobiarchen, stattete Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria der Kirchengemeinde zu den Heiligen Drei Hierarchen in Bregenz einen Pastoralbesuch ab, wo er der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie in der Seekapelle am Ufer des Bodensees vorstand. Mit Seiner Eminenz konzelebrierten der Priester der Gemeinde, Oikonomos Stavrophoros Nebojsa Grdinic, Vater Vadim Karpenko aus Lindau und Vater Ovidiu Cozma aus Feldkirch sowie die Diakone Markus Peter und Cedomir Mijic. Nach der Göttlichen Liturgie wurde die Große Wasserweihe am Bodensee zelebriert, wo auch Erzpriester Goran Eric anwesend war. Seine Eminenz vollzog in Anwesenheit zahlreicher Gläubiger das Werfen des Kreuzes in den Bodensee, und Schwimmer eilten trotz der Kälte herbei, um es der Tradition gemäß zu fangen.
In seiner Predigt sprach Seine Eminenz über das Mysterium der Heiligen Dreifaltigkeit und die Offenbarung des Dreieinigen Gottes bei der Taufe unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus in den Gewässern des Jordan. „Das Fest der Theophanie“, erwähnte Seine Eminenz, „ist die historische und sinnlich wahrnehmbare Erscheinung des trinitarischen Lebens innerhalb der Schöpfung. Der Vater zeugt, der Sohn wird getauft und der Heilige Geist steigt herab.“ Im Anschluss erklärte er, dass „die Gewässer nicht nur symbolisch, sondern auch ontologisch geheiligt werden“. An Theophanie feiern wir nicht nur die Heiligung des Menschen, sondern der ganzen Welt, da Christus nicht getauft wird, um gereinigt zu werden, sondern um zu reinigen. Die Kirche heiligt uns die Gewässer, um zu verkünden, dass die Welt nicht verurteilt, sondern zur Verwandlung bestimmt ist, da die Materie kein Hindernis, sondern ein Weg ist. Die Geschichte führt nicht ins Nichts, sondern zur Erneuerung des Alls. In diesem Zusammenhang erwähnte er, dass die trinitarische Theologie uns lehrt, dass Existenz Beziehung ist; folglich existiert die Schöpfung weder allein, noch für sich selbst oder gegen den Menschen, sondern sie existiert in Beziehung zu Gott und dem Menschen. Wenn diese Beziehung zerbricht, dann entsteht Gewalt gegen die Natur; wenn der Mensch jedoch zu Gott zurückkehrt, dann tritt Harmonie ein und die Beziehung wird wiederhergestellt. Aus dem Vorgenannten folgerte Seine Eminenz, dass die Botschaft der Theophanie die Umkehr und die Rückkehr in die Beziehung zu Gott ist. Somit ist das Fest der Theophanie ein Fest für die gesamte Natur.
Im Anschluss wurde die Große Wasserweihe am Bodensee zelebriert, wozu auch Kleriker anderer orthodoxer Präsenzen. Beim Werfen des Kreuzes in den Bodensee in Anwesenheit zahlreicher Gläubiger eilten Schwimmer trotz der Kälte herbei, um es der Tradition gemäß zu fangen und den Segen der Kirche zu empfangen.
In einem griechischen Restaurant der Region fand ein Treffen der Kirchengemeinde statt, wo Seine Eminenz die traditionelle Vasilopita segnete, anschnitt und an die Gläubigen verteilte. Dort bot sich die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch von Wünschen für das neue Jahr 2026.
