Historische Vereinbarung zwischen dem Ökumenischen Patriarchat und Ungarn

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Am Dienstag, 4. März, setzte der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. seinen offiziellen Besuch in der ungarischen Hauptstadt Budapest fort. Höhepunkt des Tages war die Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen dem Patriarchat und Ungarn, in dem eine intensive Zusammenarbeit festgelegt wurde.

 

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Dienstagfrüh wurde der Ökumenische Patriarch in der Botschaft der Republik Türkei in Budapest durch den Botschafter Şakir Fakili empfangen. Im Anschluss daran traf Seine Allheiligkeit mit dem Premierminister Ungarns, Viktor Orbán, im ungarischen Parlament zusammen. Auf ein gemeinsames offizielles Foto folgte ein Gespräch zwischen dem Ökumenischen Patriarchen und dem Premierminister. Daran nahmen auch die Delegationen beider Seiten teil. Das Gespräch habe in einem “Klima der Wertschätzung, des Verständnisses und der Symphonie” stattgefunden, hieß es im Anschluss.

714738402.jpgSeitens des Ökumenischen Patriarchates nahmen an diesem Gespräch Metropolit Arsenios von Austria als Exarch von Ungarn, Metropolit Emmanuel von Frankreich und Diakon Nephon teil, während zu der ungarischen Delegation hochrangige Politiker, Minister und Beamte, darunter der stellvertretende Premierminister Zsolt Semjén, der Minister für Humanressourcen Zoltán Balog und der Staatsskräter für Kirchen-, Minderheiten- und Zivilgesellschaftsfragen, György Hölvényi, zählten.

1891064877.jpgIm Mittelpunkt des Gespräches standen die historischen Beziehungen zwischen dem Ökumenischen Patriarchat und Ungarn. Premierminister Orbán betonte die christlichen Wurzeln Europas. Der Patriarch und der ungarische Premierminister bekräftigten, dass diese christlichen Ursprünge zu pflegen und zu bewahren sind. Des weiteren wurden Fragen des Exarchates des Ökumenischen Patriarchates in Ungarn erörtert. Auch die derzeitige Lage in der Ukraine zählte zu den Gesprächsthemen.

Im Anschluss daran schritten Patriarch Bartholomaios und der ungarische Premierminister zur Unterzeichnung einer Vereinbarung, welche eine Zusammenarbeit zwischen dem Ökumenischen Patriarchat und Ungarn zum Wohle aller Menschen in Ungarn definiert. Diese Unterzeichnung sei “ein denkwürdiger und zukunftsweisender Schritt, welcher die jahrhundertealten Beziehungen beider Partner auf eine neue, fruchtbare Ebene hebt, wie sie den Erfordernissen und Zielsetzungen in einem vereinten Europa entspricht”, hieß es übereinstimmend.

924264189.jpgDanach gaben beide Unterzeichnenden vor der anwesenden Presse eine offizielle Stellungnahme ab. Patriarch Bartholomaios bezeichnete die Vereinbarung als bedeutenden Meilenstein in der eigenen Geschichte, in der Geschichte der Orthodoxen Kirche und in der Geschichte der ungarischen Nation. Die Vereinbarung anerkenne die Tatsache, dass die Orthodoxe Kirche einen besonderen Platz in der Geschichte und Tradition Ungarns einnimmt. Der Patriarch betonte die wegweisende Rolle des Heiligen Bischofs Hierotheos, welcher im Auftrage des Ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel die frohe Botschaft Jesu Christi im Herrschaftsgebiet des Heiligen Königs Stephan I. im 10./11. Jahrhundert verbreitet hat.

1128960912.jpgSeine Allheiligkeit würdigte weiters die großen Bemühungen Ungarns in der Stärkung christlicher Werte in Europa, welche in jüngster Vergangenheit Erschütterungen erlitten haben und ohne welche Europa nicht denkbar ist. Aus dieser Perspektive sei die unterzeichnete Vereinbarung ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Christentums in Ungarn selbst, wie auch in ganz Europa.

131617480.jpgAuf Basis der Übereinkunft wird das Ökumenische Patriarchat einen nachhaltigen spirituellen Beitrag zur Entfaltung christlicher Werte in Ungarn leisten. Der Patriarch äußerte seine große Zufriedenheit und Freude darüber, dass mit diesem Tag die Rolle der Orthodoxen Kirche in Ungarn offiziell und feierlich Anerkennung gefunden habe.

2554917322.jpgPremierminister Orbán lud im Anschluss daran zu einem festlichen Mittagessen zu Ehren Seiner Allheiligkeit ein. Am Spätnachmittag desselben Tages reiste der Ökumenische Patriarch mit Seiner Delegation ab, wobei er am Budapester Flughafen unter anderem von dem stellvertretenden Premierminister Zsolt Semjén, dem Botschafter der Hellenischen Republik, Dimitris Yannakakis, dem Botschafter Zyperns, Antonios Theocharous, und dem Botschafter der Türkei, Şakir Fakili, verabschiedet wurde.

 

Photos: Mark Tassy

 
 
 
 
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