Weihe der neuen Hauptkirche des Klosters Maria Schutz in Solan, Frankreich

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Am Wochenende des 12./13. Oktobers 2019 nahm Metropolit Arsenios an der feierlichen Weihe der neuen Hauptkirche des Klosters Maria Schutz in Solan, Frankreich teil. Den Gottesdienst unter Leitung von Metropolit Emanuel von Frankreich konzelebrierten insgesamt 6 Bischöfe und eine große Zahl von Priestern und Diakonen aus verschiedenen Ländern. Auch eine große Zahl Gläubiger nahm an den Feierlichkeiten teil.


42 Solan 2Am Samstagnachmittag, nach der Begrüßung aller Gäste, wurden die heiligen Reliquien in der Kapelle der hl. Maria Magdalena niedergelegt. Am Sonntagvormittag wurde dann die Kirchweihe selbst vollzogen und die Göttliche Liturgie zelebriert. Archimandrit Elias, Abt des Mutterklosters von Solan, des Klosters Simonopetras auf dem Berg Athos berichtete in seiner Predigt über die Geschichte des Klosters seit seiner Gründung und die zahlreichen Schwierigkeiten, mit welchen insbesondere die seligen Väter Emilianos und Placide zu kämpfen hatten. Ihre harte Arbeit brachte schöne Früchte hervor und trotz aller Widrigkeiten entwickelte sich das Kloster von Solan zu einem geistlichen Zentrum, welches in Südfrankreich bedeutende Strahlkraft besitze.

42 Solan 3Metropolit Emanuel von Frankreich verglich die Weihe der neuen Kirche in mit der Weihe eines anderen Lebensweges, welcher allen Menschen offen steht. Dieser Weg frei von Leidenschaften und Ängsten soll uns mit Christus vereinigen. Er betonte sodann die Wichtigkeit des monastischen Lebens und der Klöster für das Leben der Kirche, welche er als „Lungenflügel unserer Ortskirche“ bezeichnete. Weiters hob der Metropolit die Bemühungen der Schwestern von Solan zur Bewahrung der Schöpfung und des Umweltschutzes hervor, welcher in Frankreich auch auf staatlicher Ebene wohlbekannt und gerühmt sei. Schließlich lobte er die Bemühungen der Schwestern, den orthodoxen Glauben im französischen Umfeld zu leben und zu verkünden in Form einer „Taufe der Kulturen“. Denn die Sprache, die Kultur, die Geschichte werden geformt, sobald sie bewusst in das Leben der Kirche integriert werden, indem sie dem Hl. Geist Raum lassen zu wirken und eine Orthodoxie französischer Sprache entstehen zu lassen. Dieser Entwicklungsprozess trage unzweifelhaft zur Ausstrahlung unseres Glaubens bei und zur Umsetzung des Missionsauftrags Christi am Ende des Matthäusevangeliums.

42 Solan 4Metropolit Arsenios bezeichnete die Errichtung der neuen Kirche als ein Wunder durch die gnädige Hand Gottes, welches in unserer säkularisierten und kapitalistischen Zeit vielleicht sogar als Verrücktheit in den Augen der Welt gelte. Obwohl unsere Zeit geprägt sei von Materialismus und Individualismus habe das monastische Leben noch immer seine Strahlkraft erhalten und sei in mancher Hinsicht aktueller und radikaler als je zuvor. Der Heilige Mönchsvater Antonius der Große hatte im 4. Jahrhundert das Wort Christi im Evangelium gehört „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben. Dann komm und folge mir nach.“ (Matt 19,21). Auf diese Worte hin begann er das monastische Leben in der Wüste, und dieselben Worte klingen durch die Jahrhunderte in den Seelen all derer wieder, die sich für das monastische Leben entscheiden und sich um die Gaben des Gebetes, der Liebe und der Demut bemühen.

42 Solan 5Das „engelsgleiche Leben“, wie das monastische Leben auch oft genannt wird, ist dabei kein Leben frei von Problemen und Kämpfen, sondern vielmehr ein täglicher „unsichtbarer Kampf“. Hierbei ist das Gebet ein entscheidendes Element, es darf keinesfalls als pure Meditation im säkularen Sinne missverstanden werden. Das Gebet ist wahrhaftes Gespräch mit Gott, welches dem Leben des Mönches Struktur und Rhythmus gibt, vom Aufgang der Sonne bis zu Ihrem Untergang.

42 Solan 6Metropolit Arsenios berichtete sodann kurz von den Bemühungen in Österreich zur Errichtung und Entwicklung des ersten orthodoxen Klosters Österreichs in St. Andrä am Zicksee, welches ebenso wie das Kloster von Solan dem Fest „Mara Schutz“ geweiht ist. Er bat die Anwesenden um ihr Gebet und ihre Unterstützung, damit auch in Österreich in naher Zukunft die Hauptkirche des Klosters errichtet werden könne und die Weihe der Kirche stattfinde, so wie am heutigen Festtag in Solan.

(c) Photos: Metropole grecque orthodoxe de France

 

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